Verwaltung zieht bald um

Neubau des Hohenrodaer Rathauses in Oberbreitzbach ist fast fertiggestellt

 Das Bürgerhaus in Oberbreitzbach (hinten) ist um einen Anbau für die Gemeindeverwaltung erweitert worden.
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Bald bezugsfertig: Das Bürgerhaus in Oberbreitzbach (hinten) ist um einen Anbau für die Gemeindeverwaltung erweitert worden.

Die Bauarbeiten für die neue Hohenrodaer Gemeindeverwaltung am Dorfgemeinschaftshaus in Oberbreitzbach befinden sich derzeit gewissermaßen auf der Zielgeraden.

Oberbreitzbach – In den vergangenen Tagen waren Stefan Schäfer und seine Kollegen von der Firma Büromöbelvertriebs GmbH aus Bad Emstal (Landkreis Kassel) damit beschäftigt, in den Büros die neuen Schreibtische und Aktenschränke zu montieren. In den kommenden Wochen sollen noch die Installation der Notbeleuchtung und Fluchtwege-Beschilderung sowie die Endmontage der sanitären Anlagen folgen. Auch auf den Pflasterflächen rund um den Neubau müssen die Landschaftsbauer noch Hand anlegen.

Bürgermeister Andre Stenda und Bauamtsleiter Patrick Pignitzer nehmen nun bereits den Umzug der Verwaltung aus ihrem bisherigen Sitz im Schloss Hohenroda in den Neubau ins Visier. Der soll voraussichtlich in der 20. Kalenderwoche, der Woche vor Pfingsten ab dem 17. Mai, über die Bühne gehen und vom Team von Verwaltung und Bauhof weitgehend in Eigenregie gestemmt werden. Weil dann auch die EDV- und Telefonanlage umgestellt werden müssen, wird das Rathaus in der Umzugswoche, mit Ausnahme eines Notdienstes fürs Standesamt geschlossen.

Letzte Handgriffe: Bauamtsleiter Patrick Pignitzer (links) und Bürgermeister Andre Stenda (rechts) schauen Stefan Schäfer bei der Montage der Möbel im Bürgerbüro über die Schulter.

Auch wenn der letzte Feinschliff noch fehlt, hat der Verwaltungsneubau bereits deutlich erkennbare Formen angenommen. „Minimalinvasiv“, wie Bürgermeister Andre Stenda es nennt, wurde parallel auch das bestehende Dorfgemeinschaftshaus überarbeitet. So sind im großen Saal, der künftig zugleich als Rathaus-Sitzungsraum genutzt wird, die alten Holzpaneele an Wänden und Decke einer hellen Farbe gewichen. Der bisherige Vereinsraum dient künftig zugleich als Sozialraum für die Rathaus-Bediensteten. Auch die Toilettenanlage wurde teilweise erneuert. Der barrierefrei erreichbare Anbau beherbergt neben den Büros auch Drucker- und Technikraum sowie ein Behinderten-WC. Auf der Gebäuderückseite entsteht derzeit ein Parkplatz, der neben Rathausbesuchern und -bediensteten auch den Einsatzkräften der benachbarten Feuerwehr die Möglichkeit bieten soll, bei Einsätzen ihre Privatfahrzeuge abzustellen. Ob sich die Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Rathauses wirtschaftlich lohnt, werde derzeit noch geprüft.

Mit den Abriss- und Erdarbeiten hatte im vergangenen Mai die Erweiterung des Bürgerhauses zum Rathaus begonnen. Obwohl in 18 Baulosen insgesamt 17 verschiedenen Firmen – überwiegend aus der Region – koordiniert werden mussten, seien die Arbeiten sowohl im Zeitplan als auch im Kostenrahmen geblieben. Für Neubau und Bestandsgebäude erwartet die Gemeinde finanzielle Unterstützung aus mehreren Fördertöpfen: 62 200 Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm für die Sanierung des Dachstuhls (Investitionsvolumen: 69 200 Euro), 95 000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm für die Gestaltung der Außenanlagen (Investitionsvolumen: 162 000 Euro) sowie 676 500 Euro aus der Hessenkasse für Neubau und Sanierung (Investitionsvolumen: 751 600 Euro). Von „bösen Überraschungen“ sei das Projekt weitgehend verschont geblieben, berichtet Patrick Pignitzer. Einzige Ausnahme: Anders als zunächst geplant, mussten die baufälligen Gauben des Bestandsgebäudes doch entfernt werden. Das Dachgeschoss bleibt vorerst im Rohbau-Zustand und soll als Archiv dienen. Wann und wie der Verwaltungsneubau der Bevölkerung vorgestellt wird, ist laut Bürgermeister Andre Stenda vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie abhängig. (Jan-Christoph Eisenberg)

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