Wanderungen mit Weitblick

Netz aus sieben Rundwegen in Hohenroda neu beschildert

Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda präsentiert an der Infotafel im Hessen-Hotelpark die Broschüren zum neuen Rundwegenetz der Gemeinde.
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Lädt Besucher zum Wandern ein: Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda präsentiert an der Infotafel im Hessen-Hotelpark die Broschüren zum neuen Rundwegenetz der Gemeinde.

Wandern liegt wieder im Trend – nicht erst seit der Corona-Pandemie, die dieser Freizeitbeschäftigung jedoch zusätzlichen Zuspruch beschert hat.

Hohenroda – Passend dazu hat die Gemeinde Hohenroda jetzt das Rundwanderwegenetz fertiggestellt. Die insgesamt sieben Touren mit den Namen „Durch die Glaam“, „Oberbreitzbacher“, „Rhönblick“, „Ringwall“, „Panorama“, „Großer Landecker“ und „Östlicher Landecker“ sind zwischen sieben und 16 Kilometer lang. Sie können teilweise zu größeren Runden kombiniert werden.

Einstiegspunkte sind der Parkplatz Sandloch am östlichen Ortsrand von Oberbreitzbach, der Hessen-Hotelpark Hohenroda, die Rabentahlschutzhütte bei Mansbach, die Schutzhütte am Landecker bei Ransbach und der Parkplatz an der Ausbacher Kirche. Infotafeln geben dort Auskunft über den Streckenverlauf sowie die Sehenswürdigkeiten in den umliegenden Orten.

„Die Rundwanderwege sollen vor allem Tagesgäste oder Besucher ansprechen, die in der Gemeinde ein festes Quartier nehmen und von dort aus zu mehreren Touren aufbrechen“, erklärt Bürgermeister Andre Stenda. Grundlage für die Rundkurse seien überwiegend vorhandene Wanderwege gewesen, die mit Unterstützung der örtlichen Wander- und Heimatvereine überarbeitet und einheitlich beschildert wurden.

Entstanden seien so landschaftlich reizvolle Rundkurse, die entlang der Kernzonen des Biosphärenreservats Rhön, aber auch über die Hohenrodaer Gemarkungsgrenzen hinaus verlaufen – etwa über das „Grüne Band“ durch das benachbarte Thüringen, unterstreicht der Rathauschef. Entlang der Strecken böten sich Abstecher zu Sehenswürdigkeiten wie dem Soisbergturm oder der Mansbacher Geyso-Kapelle an.

Insgesamt hat die Erneuerung der Hohenrodaer Wanderwege-Infrastruktur rund 34 000 Euro gekostet. Sie wurde zu 75 Prozent aus dem europäischen Regionalentwicklungsprogramm Leader gefördert. Der Löwenanteil sei laut Bürgermeister Andre Stenda mit 25 000 Euro auf die Sanierung der beiden Schutzhütten in Oberbreitzbach und Mansbach entfallen, deren über den Förderanteil hinausgehenden Kosten die mit der Pflege der Hütten betrauten Vereine übernommen hätten. Der Eigenanteil der Gemeinde für die Beschilderung lag bei rund 7000 Euro.

Die ersten Informationstafeln waren bereits im Frühjahr 2019 aufgestellt worden. Durch die Verhandlungen mit Hessen-Forst über Haftung und Verkehrssicherung entlang der Wege habe sich die weitere Beschilderung jedoch verzögert, berichtet Stenda. Nach der Fertigstellung aller Wege wurde nun auch ein Informationsfaltblatt veröffentlicht, welches – wie auch die Beschilderung – die Bad Hersfelder Agentur Roe-Designz erstellt hat. Es enthält neben Informationen zur Streckenführung auch QR-Codes, über die per Smartphone die Infotafeln der Einstiegspunkte angezeigt werden können. Künftig sollen die Strecken zudem auch digital in gängigen Wander-Apps abrufbar sein.

Die neuen Informationsbroschüren zum Wanderwegenetz liegen im Hohenrodaer Rathaus sowie in Geschäften und an touristischen Anlaufpunkten der Region aus. Flyer und Infotafeln sind zudem im Internet unter hohenroda.de/tourismus/wanderwege/wanderwege.html abrufbar. (Jan-Christoph Eisenberg)

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