Polizeibeamter aus Ausbach fordert Andre Stenda heraus

Uwe Metz tritt zur Bürgermeisterwahl in Hohenroda an

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Uwe Metz.

Hohenroda. Für die Bürgermeisterwahl am 10. März in Hohenroda wirft Uwe Metz aus Ausbach seinen Hut in den Ring.

Der 55-Jährige ist Leiter der Polizeiinspektion in Bad Salzungen im Wartburgkreis. Er ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Ausbach, wo er auch aufgewachsen ist. Als Vorsitzender des Vereins „Anliegerschutz statt Beitragskatastrophe“ setzt Metz sich für den Wechsel von einmaligen zu wiederkehrenden Straßenbeiträgen beziehungsweise deren komplette Abschaffung ein. Die Zahl von 46 für die Kandidatur notwendigen Unterschriften hat er nach eigenem Bekunden bereits überschritten. Seine Bewerbungsunterlagen will Metz in Kürze einreichen.

Durch den vom Parlament festgelegten frühen Wahltermin und die damit verbundenen gesetzlichen Fristen hätten Interessenten lediglich drei Wochen Zeit, über eine Bewerbung nachzudenken, die amtlichen Unterlagen zu bestellen und abzuholen sowie die notwendigen Unterstützerunterschriften zu sammeln. „Für Bewerber von außerhalb ein schier aussichtsloses Unterfangen, bedenkt man die Weihnachtsfeiertage. Ein recht durchsichtiges Manöver, das offenbar bezweckt, wie in anderen Gemeinden lediglich einen Bewerber, den Amtsinhaber auf dem Wahlzettel wieder zu finden und die Wahl zu einer Abstimmung zu degradieren“, kritisiert Metz in einer Pressemitteilung.

„Der Wähler sollte bei der Wahl um das höchste Amt einer Gemeinde auch tatsächlich eine Wahl haben, insbesondere, wenn wie hier in Hohenroda über ein Thema die Fronten scheinbar unversöhnlich aufeinanderprallen“, beschreibt Metz seine Motivation. Damit hätten die Bürger Gelegenheit, nicht nur über Personen, sondern auch über die Straßenbeiträge abzustimmen, auch wenn der Bürgermeister diese nicht im Alleingang abschaffen könne. „Dennoch wird dies einer der zentralen Punkte des aufziehenden Wahlkampfes sein, wenn das Gemeindeparlament das Thema zum Wohle seiner Bürger nicht noch vorher abräumt“, kündigt Metz an. 

Amtsinhaber Andre Stenda hatte bereits am Montag bekanntgegeben, für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. 

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