Gemeindeparlament vergibt Bauaufträge

Hohenroda: Geyso-Kapelle auf dem Mansbacher Friedhof wird saniert

Die Geyso-Kapelle auf dem Friedhof im Hohenrodaer Ortsteil Mansbach.
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Soll saniert werden: Die Geyso-Kapelle auf dem Friedhof im Hohenrodaer Ortsteil Mansbach.

Seit langem schon ist die Geyso-Kapelle auf dem Mansbacher Friedhof marode. Jetzt endlich ist die Sanierung geplant.

Hohenroda – Seit dem Jahr 1683 thront die Geyso-Kapelle am Hang des Dörrberges auf dem Mansbacher Bergfriedhof.

Der Zahn der Zeit hat jedoch kräftig genagt an dem kleinen Gotteshaus, das ursprünglich als Grabkapelle der Adelsfamilie Geyso errichtet wurde: Gutachter stellten im Jahr 2017 erhebliche bauliche Mängel in der Decke, im Dach und im Glockenturm fest. Jetzt soll der geschichtsträchtige Sakralbau saniert werden: Die Aufträge für die vier Baulose Gerüstbau, Zimmerer- und Dacharbeiten, Putz- und Malerarbeiten vergaben die Hohenrodaer Gemeindevertreter während ihrer Sitzung in der Ransbacher Großsporthalle einstimmig zum Preis von insgesamt rund 157 200 Euro an Firmen aus Koblenz, Gotha und Dresden sowie einen Malerbetrieb aus Schenklengsfeld.

Als Ergebnis einer öffentlichen Ausschreibung liegt die Vergabesumme damit rund 13 Prozent über der ursprünglichen Kostenschätzung von 139 400 Euro. Grund ist laut Bürgermeister Andre Stenda die allgemeine Preissteigerung im Bausektor durch Pandemie und Materialverknappung. Allerdings sei es gelungen, eine Förderquote zu erreichen, „die keine Denkmalbehörde bieten würde“, unterstrich der Rathauschef. Für die Sanierung erwartet die Gemeinde einen Zuschuss von 46 000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie 84 300 Euro aus dem Werra-Weser-Ulster-Fonds des Bundes. Bei Gesamtkosten inklusive Architektenhonorar von 182 400 Euro bleibt für die Kommune ein Eigenanteil von rund 52 000 Euro – 32 000 Euro mehr, als bislang im Haushalt für das Projekt eingeplant.

Einstimmig und ohne Debatte wurden auch die übrigen Beschlüsse des Abends gefasst: So genehmigte das Parlament einen Nachtrag von 65 000 Euro für die Sanierung der Straßeneinmündungen während der grundhaften Erneuerung der Ortsdurchfahrt Ausbach. Die Wiederherstellung dieser Fahrbahnflächen war laut Beschlussvorlage bislang im Leistungsverzeichnis von Hessen Mobil enthalten, allerdings habe sich bei einer rechtlichen Prüfung herausgestellt, dass diese Aufgabe in die Zuständigkeit der Gemeinde falle. Die nicht zum Gehweg gehörenden Fahrbahnrestflächen unterliegen nicht der Straßenbeitragspflicht, die Gemeinde hofft auf eine 30-prozentige Förderung aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.

Grünes Licht gab das Gemeindeparlament zudem für die Installation einer Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von 18 Kilowatt-Peak auf dem Dach der neuen Gemeindeverwaltung in Oberbreitzbach. Damit soll zum Preis von 22 600 Euro die EAM-Tochter KEAM beauftragt werden. Die Solarzellen sollen nach den Berechnungen 70 Prozent des Energiebedarfs des Verwaltungsgebäudes decken. Die Investition hätte sich demnach nach knapp zwölf Jahren amortisiert. Sofern die Gemeinde von der EKM (Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten), einer weiteren Tochter des Energieversorgers EAM, eine 50-prozentige Förderung erhält, soll die Anlage zudem für insgesamt 7375 Euro mit einem Batteriespeicher ausgerüstet werden. (Jan-Christoph Eisenberg)

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