Kreisbrandinspektorin Dittmar warb zur Jahreshauptversammlung um Nachwuchs

Feuerwehr im Landkreis sucht Ausbilder

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Freiwilligen Dienst gewürdigt: Brandschutzehrenzeichen, Hohenroda, Feuerwehrleistungsabzeichen und Anerkennungsprämien erhielten Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Hohenroda zur Jahreshauptversammlung. Kreisbrandmeister Karsten Kunz, Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar und Bürgermeister Andre Stenda (von links) sowie Gemeindebrandinspektor Patrick Fröhlich (2. von rechts) und sein Stellvertreter Reinhold Axt (rechts) gratulierten dazu.

Ausbach. „Es war eher ein ruhiges Jahr 2017 für die Freiwilligen Feuerwehren aus Hohenroda“, bewertete dessen Gemeindebrandinspektor Patrick Fröhlich zur Jahreshauptversammlung die 14 Einsätze in seinem Rechenschaftsbericht.

Besonders erwähnte er aber die Alarmübung am Ransbacher Bahnhof, bei der die gestellten Aufgaben zwar in gewohnter Routine abgelaufen seien. Als Problem jedoch habe sich der fehlende Einsatzleitwagen (ELW) bemerkbar gemacht, weil die Koordination der einzelnen Ortsteilwehren schwierig war. Diesem Ausrüstungsmangel soll nun mit der Anschaffung eines entsprechenden Fahrzeugs abgeholfen werden.

In der statistischen Aufzählung zur Aus- und Weiterbildung zog Fröhlich ein zufriedenes Fazit und bedankte sich bei allen Teilnehmern für ihre Bereitschaft dazu. Insgesamt hatten sich bis zum Vorjahresende 91 Männer und 15 Frauen freiwillig zum Feuerwehrdienst in vier Ortsteilwehren verpflichtet.

Hoffnungsvoll zumindest in der Anzahl sieht es auch beim Nachwuchs aus, zu dessen Jahresablauf Gemeindejugendwartin Stephanie Hugo berichtete. Während bei den Kinderfeuerwehren neben Fachthemen doch eher das spielerische Element bevorzugt wird, geht es in der Jugendabteilung laut Hugo mit Übungen zur Feuerwehrtechnik und Wettbewerben schon ernsthafter zur Sache. So zum Beispiel hatten zwei Ransbacher Mannschaften beim Kreisentscheid vordere Plätze belegt.

Diese altersgerechte Vorbereitungsphase hat Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda schon übersprungen und ist zur Versammlung bereits in den Kreis der Feuerwehrmannanwärter übernommen worden. In seinen Grußworten bekundete er jedenfalls den Willen zur Weiterbildung des Grundwissens, um als vollwertiges Mitglied an Übungen und sogar Einsätzen teilnehmen zu können.

Auf diese bei solchen Amtsträgern doch eher seltene Bereitschaft reagierte Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar dann auch mit zustimmender Geste. Ihr Anliegen jedoch war einmal mehr, Frauen und Männer als Ausbilder für den allgemeinen und speziellen Feuerwehrdienst zu werben.

Es könne durchaus Freude bereiten, sein Wissen weiterzugeben. Andererseits habe das gegenwärtige Ausbildungsteam seine Leistungsgrenze erreicht, warnte Dittmar vor einem Engpass in der Feuerwehrweiterbildung. (ha)

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