Noch ohne Fahrgäste

Erster Betriebstag für Bürgerbus Hohenroda/Friedewald 

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Wartete am ersten Tag vergeblich auf Fahrgäste: Karl Berk fuhr die erste Tour des neuen Bürgerbusses durch Hohenroda und Friedewald. Unser Bild zeigt Fahrzeug und Fahrer an der Haltestelle im Hohenrodaer Ortsteil Oberbreitzbach.

Erstmals unterwegs in Hohenroda und Friedewald war gestern der neue Bürgerbus, der von beiden Gemeinden gemeinsam betrieben wird.

Mit ehrenamtlichen Fahrern am Steuer verkehrt der Neunsitzer künftig jeweils dienstags und donnerstags zwischen allen Ortsteilen beider Kommunen. Abfahrt um 9 Uhr ist im Hohenrodaer Ortsteil Soislieden. Über Mansbach, Oberbreitzbach, Glaam, Ransbach und Ausbach, Hillartshausen und Friedewald führt die Strecke in den Kernort Friedewald. Dort schließt sich eine Pendelfahrt nach Motzfeld und zurück an. Um 10.30 Uhr startet in Friedewald die Rückfahrt in alle genannten Orte. Der Bürgerbus fährt in den Ortsteilen jeweils die regulären Bushaltestellen an. Die Mitfahrt ist kostenlos.

Die genauen Fahrzeiten können auf den Internetseiten beider Gemeinden eingesehen werden. Fahrpläne sollen zudem haushaltsdeckend verteilt werden und hängen teilweise bereits provisorisch an den Haltestellen aus. Dieses neue Angebot muss sich in den beiden Gemeinden offenbar erst noch herumsprechen. Fahrer Karl Berk, der am ersten Tag am Steuer saß, war auf der Jungfernfahrt ohne Fahrgäste unterwegs. Genügend Zeitpuffer zum Ein- und Aussteigen sei im Fahrplan aber eingeplant, hat der Mansbacher auf seiner ersten Tour festgestellt.

Ermöglicht wird das neue Bürgerbus-Angebot durch ein Förderprogramm des Landes Hessen: Die Anschaffungskosten von knapp 30 000 Euro hat das Land übernommen. Betrieb und Unterhalt müssen die beiden Kommunen jedoch aus eigener Tasche. Bezahlte Fahrer dürfen die Gemeinden nicht beschäftigen.

Neben dem Liniendienst wird der Neunsitzer in der Gemeinde Hohenroda wochentags außerdem als Schul- und Kindergartenbus eingesetzt. Er bringt Schüler und Kitakinder aus den Ortsteilen Glaam, Oberbreitzbach und Soislieden sowie aus den umliegenden Einzelhöfen zur nächsten regulären Linienbus-Haltestelle beziehungsweise zur Grundschule und zum Kindergarten nach Mansbach. Bei diesen Touren sitzen Fahrerinnen der evangelischen Kirche am Steuer, die dafür bislang auch einen Kleinbus vorgehalten hatte.

An Wochenenden und freien Tagen dürfen auch Vereine und Verbände aus beiden Gemeinden den Bus gegen Gebühr für ihre Aktivitäten nutzen (unsere Zeitung berichtete). jce

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