Karneval

Die Eiterfelder Weiber feierten im All

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Der Prinz (Martin Mühlhause) ist krank und steht net uff. Die Weiber im Saal kennen die männliche Malaise und nehmen das Gejammer ordentlich auf die Schippe. Weitere Fotos gibt es auf hersfelder-zeitung.de

Jede Menge Spaß gab es beim Weiberfasching in Eiterfeld, der wieder von den Weibern 3.0 gestaltet worden war.

Eiterfeld – Die Weib.er 3.0 starten mit Volldampf und bester Laune in den Fasching. Sie nahmen ihr Publikum mit auf eine intergalaktische Reise. Um dieses Abenteuer bewundert sie die gesamte Milchstraße. Faschingsmotto: „Narren reisen durch das All – beim Eiterfelder Karneval“. Auch das Publikum hatte sich entsprechend dekoriert. Es blitzte, funkelte und blinkte im ganzen Eiterfelder Bürgerhaus.

Riesenspaß kredenzten die Weiber 3.0 in Astronauten-Maskeraden ihrem Publikum. Ein Junge (Jan-Justin Hohmann) wünscht sich so sehr von Mama (Maria Busold-Schwalbach), dass auch dieses Jahr die Weiberfastnacht stattfinden kann. Aber Mama ist beruflich und privat total überlastet. Enttäuscht fällt er in einen Traum und ruft den Weiber-Express. Mit hohem Tempo rasen die Weiber 3.0 auf Rollschuhen durch die Gänge und bieten ein tolles Programm. Allen voran Carolin Bönsch und Katarina Volkemer, die auch einen Großteil der Moderation übernahmen.

Einer der Höhepunkte war die Masked-Singer-EiterfeldShow mit Tanz und Gesang zu fetzigen Evergreens. Unter den Masken steckten karnevalistische Urgesteine: Irmi König mit ihrer Tochter Anna Lena, Marianne und Hermann Zentgraf, Sandra Both vom Ringberg-Echo sowie die beiden Gemeindepfarrer Dechant Markus Blümel und Karl Josef Gruber. Beim Lüften der Masken kochte der Saal, die Weiber hielt es nicht mehr auf den Stühlen. Fast wäre der Prinzenbeitrag ausgefallen. Der Prinz (Martin Mühlhause„is krank und steht net uff“. So wurde er samt Bett von Prinzessin (Katja Abel) auf die Bühne befördert. Die Weiber im Saal kennen die männliche Malaise „Frau, kannst du meine Mama anrufen?“ und die Prinzessin samt Freundinnen nahmen das männliche Gejammer ordentlich auf die Schippe.

Aus Dänemark war „HyperBel“ (Isabel Arnold) angereist und setzte die männliche Malaise burlesk und nachvollziehbar fort. „Wer von den Frauen im Saal kennt das nicht: überall liegen die Socken des Hausherrn herum.“ HyperBels Special-Ladies-Programm kam ohne ausgelutschte Metaphern aus. Sie traf ins Schwarze und kam riesig an.

Die Heimatseele streichelte so recht Jutta Dehl mit Mundartstrophen ihrer Mutter Traudel Münkel aus dem Buch „Mei schwatze Platt“.

Wer immer noch nicht vom All-Feeling gepackt war, wurde spätestens vom schwarzen Theater der Weiber 3.0 dorthin entführt. Ganz ohne Doping tanzten da bunte Elemente vor schwarzem Hintergrund und fügten sich schließlich zu einem Ganzen zusammen. Klar: eine Rakete.

Von Christa Desoi

Weiberfastnacht in Eiterfeld

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