Viel Beifall bei Premiere

Theatergruppe Eiterfeld: Irrungen und Wirrungen

Unterhaltsames Laienschauspiel: Von links Philipp Krieg, Chanise Kalb, Anna Lena Kommer, Bernd Krieg sorgen auf der Bühne des Großentafter Dorfgemeinschaftshauses für viel Verwirrung und beste Unterhaltung. Fotos: Christa Desoi

Großentaft. Unter großem Beifall feierte das Stück „Außer Spesen nichts gewesen“, aufgeführt von der Theatergruppe Großentaft, Premiere.

Die nächsten Vorstellungen finden am Samstag, 15., und Mittwoch, 26. Dezember, jeweils ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Großentaft statt.

Ehefrau und Mutter Elisabeth (Anna Lena Kommer) tut sich schwer, das Haus zu verlassen. Noch nie hat sie Mann, Kind und Opa alleine gelassen. Es kostet Ehemann Gottfried (Bernd Krieg) viel Überredungskunst, Elisabeth zur Kur zu schicken. Braucht er doch eine sturmfreie Bude, um das Busenwunder Natascha zu empfangen.

Der Theaterpädagoge Bernd Krieg, der eigentliche Motor der Theatergruppe, begrüßte die Gäste. Er dankte allen helfenden Händen, die bei Bühnenaufbau, Masken und Kostümen unter anderem mitgeholfen hatten: „Seit 12. August haben wir für Euch geprobt und wünschen viel Spaß“.

Wer Aktion und Emotionen auf der Bühne liebt, der hatte wahrlich seinen Spaß und ordentlich viel zu lachen. Das Stück von Bernd Gombold war präzise einstudiert und bot turbulente Szenen. In einer Großfamilie scheint es, als seien alle Familienmitglieder der Idylle des Zusammenlebens überdrüssig. Jeder sucht ein Abenteuer auf seine Weise. Dies aber nicht offen, sondern heimlich und feige.

Der Familienvater Gottfried hat ordentlich Stress. Seine Frau Elisabeth soll zur Kur. Es dauert einige Szenen, bis sie unter Selbstzweifel und schlechtem Gewissen ihre Familie alleine lassen kann. Braucht doch Gottfried die Wohnung für sich, um mal aus dem Alltag auszubrechen. Sein Traum ist es, ein paar Stunden mit dem russischen Busenwunder Natascha zu verbringen. Offiziell fährt er aber auf Fortbildung.

Keine Lust

Opa Gustav hat gar keine Lust auf die Pilgerfahrt nach Rom. Auch er träumt von einer sturmfreien Bude und würde gerne mal zusammen mit seinem Freund Max die „Sau“ rauslassen. Zum Schein trollt er sich aber und macht sich auf zum Pilgerbus.

Tochter Sabrina ist auf dem Weg nach Tibet mit ihrem neuen Freund, ein selbst ernannter, finanziell abgebrannter Yogi.

Postbote Martin staunt nicht schlecht. Immer wieder muss er Pakete von dubiosen Absendern abliefern wie: Liebeslust, sibirisches Wildpferd oder Liebesgöttin. Als Max und Gustav alle aus dem Haus wähnen, werden die Pakete ausgepackt und das brave Wohnzimmer verwandelt sich in ein lüsternes Rotlichtmilieu.

Ständig durchkreuzt

Da stört sie nicht, dass Gottfried für einen romantischen Abend den Tisch mit Sekt, Rosen und Kaviar eingedeckt hat. Das passt doch alles zusammen. Gottfrieds Vorbereitungen sind schon von der aufdringlichen Nachbarin Henneliese ständig durchkreuzt worden. Nun taucht auch noch Schwiegermutter Frida auf. Gerne hätten Max und Gustav Frida mit der „Spanischen Fliege“ kaltgestellt. Aber die Tropfen machen die Alte liebestoll und jedes Mannsbild muss sich in Sicherheit bringen. Leider hat das mit dem Verreisen bei keinem der Familienmitglieder geklappt. Peu à peu kommen sie zurück...

Von Christa Desoi

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