"Calabria Challenge" im Internet

Tanzen gegen Corona-Blues: Rhöngarde Eiterfeld nimmt Herausforderung an

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Die Eiterfelder Rhöngarde tanzt eine „Calabria-Challenge“. Das Foto stammt aus dem Archiv.

Sie tanzen gegen den Corona-Blues: Die Rhöngarde Eiterfeld ruft zu einer besonderen Tanz-Challenge auf. Damit wollen die 27 jungen Frauen auch weiterhin Freude versprühen.

„Nach dem Fasching ist vor dem Fasching“, zitiert Franziska Diel von der Rhöngarde Eiterfeld eine alte Garde-Weisheit. In normalen Zeiten gibt es für die Tänzerinnen selbst nach der Hochsaison kaum eine Pause. Schließlich muss man erstens fit bleiben, und sich zweitens schon auf die nächste Kampagne vorbereiten.

Und selbst im aktuellen Corona-Lockdown können die Tänzerinnen ihre Füße kaum still halten. Zurzeit sei zwar kein Training möglich, erklärt Fransiska Diel. „Da uns Tanzen aber sehr viel bedeutet und wir doch nicht so ganz ohne können, ist uns eine Idee gekommen.“ Sie und die anderen Tänzerinnen rufen zur „Calabria Challenge“ auf, die momentan auch häufig auf dem Videoportal „TikTok“ im Internet unter https://www.tiktok.com zu sehen ist.

„Challenge“ ist Englisch und bedeutet so viel wie „Herausforderung“. Und die haben sie gerade gemeistert. „Die Aufgabe dabei ist es, den letzten Schritt des Vorgängers nachzutanzen und einen eigenen Tanzschritt hinzuzufügen“, sagt die Organisatorin. Jede tanzt eine kurze Sequenz, die eine andere Tänzerin fortführt. Aus den einzelnen Episoden wurde nun ein ganzes Video erstellt.

Die Organisation dabei – immerhin waren rund 20 Personen beteiligt und die Aktion hat Zeit gekostet - war nicht einfach: „Aber ich bin dennoch überrascht, wie gut das geklappt hat“, freut sich die Eiterfelderin. Alle seien mit guter Laune und viel Spaß dabei gewesen. „Ein wenig hat jeder gehofft, dass diejenige, die vor einem an der Reihe ist, nicht den allerschwierigsten Schritt tanzt“, sagt sie schmunzelnd. Die „Challenge“ sei ein guter Weg gewesen, trotz des Kontaktverbots miteinander zu kommunizieren.

„Wir sind entschlossen, dass es trotz des Coronavirus möglich ist, gemeinsam zu tanzen“, betont Franziska Diel. Der Rhöngarde sei es wichtig, „in dieser schwierigen und unsicheren Zeit weiterhin positiv zu bleiben“.

Ihre Freude am Tanz wollen die Frauen deshalb auch weitergeben: Sie wollen möglichst viele weitere Tanzgruppen in Hessen und in ganz Deutschland motivieren, sich ihnen anzuschließen – „und etwas Lebensfreude in der eintönigen und so eingeschränkten Zeit zu verbreiten“.

Mittlerweile ist bereits unter anderem die Gruppe „Effect“ aus Burghaun auf den Zug aufgesprungen – und tanzt fleißig mit. Weitere Tanzgruppen dürften folgen. So tanzt zwar jeder für sich allein – aber irgendwie doch gemeinsam. 

Von Sabrina Mehler

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