Vorstellungen am Wochenende

Kinder- und Jugendbühne präsentiert  drei Theaterstücke in Großentaft

Die Jüngsten der Kinder- und Jugendschauspieler (8 bis 13 Jahre): Sie hoffen mit ihrem Stück „Kopfgeld“, viel Applaus vom Publikum zu ernten. Foto: Desoi

Großentaft. Die Kinder- und Jugendbühne des Großentafter Theaters spielt am Wochenende drei Stücke im Haus Hessisches Kegelspiel Großentaft. 

Aufführungen sind am Samstag, 5. Mai, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 6. Mai, 14.30 Uhr. Spannung und Theaterfieber greifen in Großentaft schon um sich.

Noch hat der Theaterpädagoge Bernd Krieg allerhand zu tun und spielt die Szenen gestenstark und laut vor: „Hilfe eine Leiche“. Seine laute Stimme lässt den Saal im Dorfgemeinschaftshaus erzittern. Bei den Kindern prägt sich das Erlebte fest ein und wird gleich in Gestik und Mimik nachgemacht. Der dramaturgische Effekt ist nicht zu übersehen.

Zusammen mit Susanne Witzel führt Bernd Krieg Regie und als Souffleuse ist Maria Veltum tätig. Seit Januar proben die insgesamt 25 Kinder und Jugendliche einmal wöchentlich. In der Endphase natürlich mehr.

„Die Stücke- Auswahl wird immer schwieriger,“ erklärt Bernd Krieg. Wir sind seit 2002 mit dem Kinder- und Jugendtheater aktiv und haben die besten Drehbücher nun langsam abgegrast. Je nach Anzahl der Kinder, die mitspielen wollen, müssen die Stücke passen. Auch das Bühnenbild als Hintergrund muss für alle drei Stücke herhalten. Wir können nicht nach der ersten Aufführung die Bühnengestaltung umräumen.“ Dieses Jahr haben die Jugendlichen selbst mit ehemaligen Schauspielern die Kulissen Wände gestaltet und aufgebaut. Eine Gaudi und ein Erlebnis war auch die gemeinsame Fahrt zum Kostümverleih in Lich.

Die Nachwuchsarbeit der Theatergruppe Großentaft hat sich bewährt. Die Gruppe hat keine Nachwuchssorgen. Und die Eltern berichten, dass ihre Kinder sich auch in der Schule mehr zutrauen. Die Scheu etwas vor Publikum zu sagen sei verschwunden.

Folgende Stücke werden in Großentaft gezeigt:

„Kopfgeld“ von Christof Kämmerer:

Hier wollen drei Gauner den Grafen um Millionen erleichtern. Dazu schaffen sie den Safe aus dem Schloss in einen Pavillon des Schlossparks, um dort in aller Ruhe an das Geld zu kommen. Doch es läuft anders als geplant. Sie werden gestört, weil der Pavillon Schlafplatz eines Penners und ein Ort für Liebespärchen ist.

„Der Einbruch“ von Kerstin Zimpel

Es wird Geld bei einer Schauspielerin gestohlen. Eine falsche Spur führt Oberkommissar Ungenau zu Stefan. Stefan hat kein Alibi und wird vom Oberkommissar, da er ja nur ein Kind ist, nicht ernst genommen und eingesperrt. Heimlich ermitteln Betty und Peter, die Freunde von Stefan und müssen dabei aufpassen nicht geschnappt zu werden. Ob sie wohl herausfinden, wer wirklich der Einbrecher war?

„Ein Fall für Drei“ von Kenneth Lillington

Miss Sandwich ist das Opfer einer Serie von mörderischen Anschlägen, weshalb sie sich hilfesuchend an Schillerlock Bolmes wendet, den großen Detektive und seinen Assistenten Dr. Wasdenn. Die beiden sollen herausfinden, ob Sir Herbert Knirsch, Miss Sandwichs Neffe und nächster Nachfolger im Erbe des steinrichen Lord Fusel, für dessen Tod zuständig ist.

Tickets: Karten gibt es im Kaffeestübchen Kommer, Gasthaus zur Linde und bei allen Mitgliedern der Theatergruppe sowie an der Abendkasse. (chd) 

Kommentare