Seit 60 Jahren katholischer Seelsorger

Josef Schlitt feiert diamantenes Priester-Jubiläum in Eiterfeld

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Pfarrer Josef Schlitt feiert Diamantenes Priesterjubiläum: Der 87-Jährige bewohnt heute eine Wohnung im Seniorenwohnheim „Die Brücke“.

Vor 60 Jahren, genau am 14. März 1959, wurde Josef Schlitt vom damaligen Bischof in Fulda, Adolf Bolte, zum Priester geweiht.

Der am 8. Februar 1932 geborene Neustädter (Kreis Marburg) war in seinen jungen Jahren wie seine Altersgenossen Ministrant, später Obermessdiener, ja sogar Küster.

Nach Abschluss der Winfriedschule in Fulda und des Studiums in Fulda und München sowie der Priesterweihe am 14. März 1959 folgte eine Kaplanstelle in Oberndorf (Jossgrund), dann die Stelle als Kaplan in Eiterfeld. Philippsthal war die erste Stelle als selbstständiger Pfarrer. Danach war Schlitt in Heringen und darauf folgte Eiterfeld.

Zusammen mit Kaplan Armin Hühn war er zuständig für Eiterfeld und vier Filialgemeinden. In seiner Kaplanszeit in Eiterfeld gehörten zu Eiterfeld noch neun Filialkirchen, darunter Arzell, Dittlof-rod, Körnbach und Buchenau. Pfarrer Schlitt: „Damals war es noch eine Auszeichnung, Priester zu werden. Der Zeitgeist vor 60 Jahren war ein anderer.“ Als Richard Haas, der katholische Pfarrer in Eiterfeld, nach einem Unfall im Krankenhaus verstarb, wurde Josef Schlitt Pfarrer in Eiterfeld. Im Hessischen Kegelspiel habe er sich schon immer wohl gefühlt und Eiterfeld als seine Heimat empfunden, erklärte er. 1972 trat er die Pfarrstelle in Eiterfeld an.

Josef Schlitt als junger Kaplan in Eiterfeld.

Der Jubilar war über viele Jahre hinweg stellvertretender Dechant des Dekanates Eiterfeld und Bezirkspräses der Kolpingfamilien des Bezirksverbandes Hünfeld. Viele Menschen können sich noch an die gute Fee an seiner Seite, Elisabeth Kleespies, erinnern. Sie organisierte ihm den Haushalt und war auch in kirchlichen Angelegenheiten eine helfende Hand.

Zwar ist Josef Schlitt seit 2006 im Ruhestand, aber noch heute hält der Seelsorger Gottesdienste in Haselstein und so manchen Aushilfsgottesdienst in Nachbargemeinden oder direkt in Eiterfeld.

Und auf die Frage, was er sich für seine Kirche wünsche, erhält man die Antwort: „Ich würde mir wünschen, dass unsere Leute ein bisschen beweglicher und zu Reformen positiver eingestellt wären.“

Am Ostermontag fand in der Kirche in Leibolz die offizielle Jubiläumsfeier statt. Domkapitular Prof. Dr. Lothar Wächter hielt die Predigt. chd

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