Kritik an Versorgungsleitung

Hartes Wasser in Ufhausen erhitzt die Gemüter

Eiterfeld – Das Investitionsprogramm der Marktgemeinde Eiterfeld umfasst für dieses Jahr Ausgaben in Höhe von 3,8 Millionen Euro.

Obwohl der Haushalt wegen der Kritik an einzelnen Bauprojekten nur mehrheitlich abgesegnet wurde, haben die Gemeindevertreter – bei Enthaltung der beiden Grünen – das Investitionsprogramm einmütig auf den Weg gebracht.

Dennoch wurden zuvor der Neubau des Kindergartens „Panama“ für Arzell sowie die Optimierung der Wasserversorgung von Ufhausen und Soisdorf von CDU und Grünen kritisiert.

Für 648 000 Euro soll eine etwa zwei Kilometer lange Verbindungsleitung vom Brunnen Reckrod nach Ufhausen geführt werden, um das Wasser zu mischen. Durch diese Beimischung soll sich der Härtegrad des Wassers in Ufhausen deutlich verringern.

Wasser bleibt hart

Den erhofften Erfolg bezweifelte Gert Oehrling (CDU) und er ging dabei besonders hart mit FWG und SPD ins Gericht, die das Wasserprojekt unterstützen. „Das Wasser in Ufhausen mit einem Wert von 21,3 Grad deutscher Härte bleibt auch bei Mischung mit dem Wasser aus Fürsteneck mit einem Härtegrad von 14,8 hart und wird nicht weich. Die Kosten für dieses Projekt müssten dann auf alle Gebührenzahler umgelegt werden. Der Wasserpreis wird also pro Kubikmeter um 15 bis 20 Cent steigen“, sagte Oehrling. Zudem hätten sich an einer Umfrage nur 150 der 400 betroffenen Haushalte beteiligt. 127 hätten sich für die Leitung ausgesprochen. Ein für ihn wenig repräsentatives Ergebnis.

Diese Äußerung rief die Ufhausenerin Yvonne Hohmann (FWG) auf den Plan. Sie stimmte Oehrling zwar zu, dass es für Ufhausen auch nach dem Leitungsbau kein weiches Wasser geben werde. Die Veränderung bedeute jedoch eine enorme Verbesserung der Qualität. Heizungsanlagen, Wasch- und Kaffeemaschinen würden nicht mehr so schnell verkalken und länger leben. Die aktuelle Wasserhärte stelle eine Einschränkung der Lebensqualität dar. Von dieser Wasserproblematik betroffen seien etwa 1300 Bürger aus Ufhausen, Unterufhausen, Soisdorf und Treischfeld.

Viel Geld für wenig Erfolg

Zu wenige für Oehrling: „Vielen anderen tut es weh, so viel Geld für so wenig Erfolg auszugeben.“

Joachim Nophut (Grüne) befürchtet ebenfalls höhere Wasserpreise. Daher hätten alle Gebührenzahler im Vorfeld dieses angedachten Projekts nach ihrer Meinung gefragt werden müssen.  rey

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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