Ein Tyrann und listige Frauen

Theatergruppe Großentaft zeigt „Cola, Cash und Kaugummi“

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Aus dem tyrannischen Bürgermeister Knackig wird ein unterwürfiger Diener. Hauptsache Mrs. Carligan bleibt und damit die vielen Dollars. Sein Gemeindemitarbeiter Johann tut es ihm gleich. Im Hintergrund die Frauen des Frauen-Kultur- und Bildungsvereins.

Mit Bravour hat die Theatergruppe Großentaft ihre erste Veranstaltung „Cola, Cash und Kaugummi“ im Dorfgemeinschaftshaus Großentaft auf die Bühne gebracht.

Das Stück von Bernd Gombold kam sehr gut an und die Schauspieler haben ihre Sache mehr als gut gemacht. Weitere Aufführungen: Samstag, 14. Dezember und Donnerstag, 26. Dezember, Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr.

Geld regiert die Welt und somit die Gefühle, die Ansichten und das Bewusstsein vieler Menschen. Das wird ganz deutlich am Hauptakteur des Luststücks in drei Akten: Bürgermeister Anton Knackig regiert wie ein Patriarch aus dem vorletzten Jahrhundert im Dörfchen Schmalenbach. 

Diktat aus der Wirtschaft 

Mitarbeiter werden aufs Übelste beschimpft und schikaniert. Täglich besucht er seine Stammkneipe „Zum alten Seewirt“. Von dort aus, bei einem Bierchen, werden die Geschäfte diktiert.

Die neue Pächterin Sabine Sauer will das verstaubte Etablissement nun modernisieren und ein Bistro daraus machen. Gemeinsam mit ihrem Freund Marco und dem befreundeten Paar Karin und Tommy will sie nicht nur der Gastwirtschaft eine Verjüngungskur verordnen, sondern auch noch den See mit einer Wasserskianlage, einem Sandstrand und einer Tauchschule touristisch erschließen.

Schnell ist der Bodygard zur Stelle, wenn Bürgermeister Knackig dem vermeintlichen amerikanischen Unternehmer zu nahe kommt.

Mit Ideen zur Veränderung ist sie nicht alleine. Wie gerne würde der Frauen-Kultur- und Bildungsverein ein Begegnungszentrum aus der Gastwirtschaft machen. Die vier Damen legen großen Wert auf Sitte, Anstand sowie Moral und planen Yogakurse, Zellulitis-Gymnastik, Entspannungs-Seminare sowie einen Barfußpfad.

Knackig hat seine eigenen Vorstellungen. Er schmeißt Sabine mit ihrer Serviererin Karin raus und macht seinen Gemeindearbeiter Peter zum Wirt, der jedoch weder Kochen noch sonst etwas kann.

Zeit für Frauenbund

Es ist höchste Zeit, dass sich die Frauen mit Sabine verbünden und Knackig eine Lektion erteilen. Mit gebrochenem Deutsch und herrlichem Ami-Slang taucht ein Amerikaner (verkleideter Marco) auf und verspricht Knackig ein Riesen-Disneyland zu errichten. Dicke Kohle, dazu 350 Arbeitsplätze sollen den Euro in Schmalenbach nur so rollen lassen. Knackig ist hin und weg. Sofort wird die amerikanische Flagge gehisst.

Der Amerikaner lässt durchblicken, dass die Filmschauspielerin Mrs. Carligan (verkleidete Karin) hier das Sagen hat. Ihr muss alles gefallen und sie muss zustimmen. Und nun wird aus dem Tyrannen Knackig der unterwürfige, korrupte Diener Knackig, der jeden Wunsch dieser Diva bedient. 

Mit glücklichem Ende 

Mrs. Carligan wünscht einen Sandstrand. Knackig gibt das Projekt auf der Stelle in Auftrag. Mrs. Carligan wünscht einen Beach-Volleyball-Platz. Wird sofort erledigt. Natürlich kommt es zum Schluss zu einem Happy End mit dem alle zufrieden sind.

Restkarten für die letzten zwei Veranstaltungen gibt es noch bei: Café Stübchen Kommer, Gaststätte Nophut, Lombagine Annette Landeck und allen Mitgliedern der Theatergruppe. chd

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