Baubeginn im Frühjahr 2020

Eine ganz neue Schule für Eiterfeld

Noch ist das neue Eiterfelder Schulzentrum nur ein Modell, doch die Vorbereitungen für den Neubau laufen. Von links: Bürgermeister Hermann-Josef Scheich, Landrat Bernd Woide, Architekt Stefan Wagner, stellvertretender Schulleiter Frank Wrabletz und Jürgen Obermeier, Fachdienstleiter Gebäudemanagement beim Landkreis Fulda. Fotos (2): Leoni Rehnert /nh

Eiterfeld. In der Marktgemeinde wird eine komplett neue Schule gebaut, weil die alte Lichtbergschule baufällig ist. Jetzt wurden die Pläne vorgestellt.

Eine neue Schule wird nicht alle Tage gebaut. Doch bei der Eiterfelder Gesamtschule gab es keine andere Lösung. Im Zuge turnusmäßiger Überprüfungen durch die Fachleute des Gebäudemanagements des Landkreises hatten diese im Jahr 2015 festgestellt, dass der Stahl nicht mehr tragfähig ist, wird in einer Pressemitteilung des Landkreises Fulda erläutert. Chloridhaltiger Werra-Kies, der beim Bau vor gut 45 Jahren verwendet worden war, hatte die Stahlkonstruktion nachhaltig und unaufhaltsam geschädigt. Ein kompletter Neubau ist nötig.

Die Animation zeigt, wie die vorübergehende Ersatzschule (im Vordergrund) mit vier Gebäudeflügeln und einer Pausenhalle aussehen könnte. Im Hintergrund ist der Neubau dargestellt. Animation: Trapp&Wagner Architekten und Ingenieure GbR

Dieser erfolgt nach den Plänen der Architekten Trapp & Wagner (Hünfeld), die mit ihrem Entwurf 2017 aus dem europaweiten Wettbewerb als Sieger hervorgegangen sind. Sie werden in zwei Bauabschnitten ein Schulgebäude errichten, das das bisherige komplett ersetzt.

Quantensprung

„Hier findet ein Quantensprung statt. Diese Schule wird nicht nur neu und modern, sie wird einfach ganz anders“, sagt Architekt Stefan Wagner.

Mit dem Bau selbst kann voraussichtlich und je nach Wetterbedingungen im Frühjahr 2020 begonnen werden. Doch bereits ab Sommer 2019 werden umfangreiche Vor- und Abbrucharbeiten erfolgen. Mit der Fertigstellung des Neubaus ist im Sommer 2023 zu rechnen.

In der Mitte des Modells ist das Schulzentrum dargestellt mit Blick von der Friedrich-Fröbel-Straße aus. Links ist der dreiteilig gestaltete Neubau zu sehen. Die Freifläche davor ist der Sportplatz, das große Gebäude rechts die Sporthalle. Das kleinere Gebäude darüber ist die ehemalige Landwirtschaftsschule. Daran schließen sich die Turnhalle der Grundschule und die Grundschule an.

„Die Herausforderung ist groß, bei laufendem Schulbetrieb einen kompletten Neubau an der Stelle des jetzigen Hauptgebäudes zu errichten“, sagt Landrat Bernd Woide und ist zuversichtlich: „Wir haben ein durchdachtes und stimmiges Konzept erarbeitet, um für die 515 Schülerinnen und Schüler sowie für die gut 50 Lehrkräfte während der Bauphase einen sicheren und reibungslosen Schulalltag zu gewährleisten.“

Um die Baustelle und den Schulbetrieb klar voneinander zu trennen, hat sich der Landkreis entschieden, eine Modularschule als vorübergehenden Ersatz zu errichten: Vor den Sommerferien 2019 werden neben dem Hauptgebäude 200 Module zu einer dreistöckigen Immobilie verbaut, in der die Schüler während der Bauphase unterrichtet werden. Zudem gibt es eine Pausenhalle. „Wir haben uns solche Interimsschulgebäude angeschaut, um sicherzugehen, dass sie unseren Ansprüchen gerecht werden“, sagt Jürgen Obermeier, Leiter des Fachdienstes Gebäudemanagement.

Im ersten Bauabschnitt, der im Frühjahr 2019 startet, wird neben dem Aufbau des Schulgebäudes auf Zeit auch das bisher ungenutzte Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule auf dem Gelände hergerichtet, in das dann vorübergehend die Verwaltungen der Lichtbergschule und der Grundschule einziehen werden.

Wenn nach den Sommerferien 2019 die Lichtbergschule fast vollständig leersteht, erfolgt der Abriss des Gebäudes.

Im zweiten Bauabschnitt erfolgen der Abriss des alten Nawi-Bereichs und die Fertigstellung des Neubaus. Im Anschluss werden die ehemalige Landwirtschaftsschule und die frühere Verwaltung der Grundschule zu Arbeitslehre- und Kunsträumen umgebaut. Überdies werden die Außenanlagen gestaltet.

„Wir sind sicher, dass es richtig gewesen ist, dass wir uns Zeit für die Planung genommen haben. Ein solcher Neubau ist ein großer Wurf und braucht ein tragfähiges Konzept. Ich denke, das ist uns sehr gut gelungen“, sagt Landrat Bernd Woide und bekräftigt: „Diese Investition ist klarer Ausdruck dafür, dass Eiterfeld für uns ein wichtiges Schulzentrum ist und bleibt.“

Dieser Tage wurde die finale Konzeption dem Kollegium, den Gremien und der Planungsgruppe der Lichtbergschule präsentiert. Frank Wrabletz, stellvertretender Schulleiter, sieht in dem Projekt eine große Chance zur Weiterentwicklung der Schule.

Bürgermeister erfreut

Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich ist ebenfalls sehr froh über die Pläne des Landkreises: „Dieses Projekt ist ein deutliches Bekenntnis zum Schulstandort Marktgemeinde Eiterfeld, der damit gestärkt wird.“ (red/zac)

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