Bei Verlosung des Verkehrsministeriums Glück gehabt

Appell an die Vernunft: Tempo-Display für Eiterfeld

Wollen Autofahrer aufmerksam machen: Gerhard Brink (rechts) und Klaus Fraatz, der örtliche Vertreter der Verkehrswacht (links), übergeben Hermann-Josef Scheich (Zweiter von links) und Klaus-Dieter Vogler ein Dialog-Display. 

Eiterfeld. Die Marktgemeinde Eiterfeld und die Gemeinde Dipperz haben bei einer Verlosung des Verkehrsministeriums jeweils ein Dialog-Display zur Geschwindigkeitsanzeige gewonnen.

30 Prozent aller Unfälle mit Verletzten passieren innerorts, erklärte Gerhard Brink, der Vorsitzende der Landesverkehrswacht, bei der Übergabe der Preise an die beiden Gemeinden. Besonders vor Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen seien rasende Autos ein großes Problem. Dafür habe Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) die Idee „Ein Smiley für die Verkehrssicherheit“ entwickelt – eine Verlosung von Geschwindigkeitsmesstafeln für alle 426 Kommunen in Hessen. 

„Das Schild soll Lob und Tadel für Autofahrer sein und ein Appell an die Vernunft“, so Brink. „Jeder Autofahrer sagt, dass er aufpasst, aber das reicht nicht. Über 90 Prozent der Unfälle entstehen durch menschliches Versagen.“ Die beiden Anzeigetafeln für Eiterfeld und Dipperz sollen ausschließlich an sogenannten schutzbedürftigen Einrichtungen wie Kindergärten oder Grundschulen aufgestellt werden.

48 Geräte mit einem Wert von je 2500 Euro hat das Ministerium in diesem Jahr für die 241 teilnehmenden Kommunen zur Verfügung gestellt. Davon ging auch eins nach Hohenroda. Das Gerät zeigt die Geschwindigkeit an und bewertet diese mit einem fröhlichen oder traurigen Gesicht. Zudem speichert es die Anzahl der vorbeifahrenden Fahrzeuge und wie viele Fahrzeuge die Geschwindigkeitsbeschränkung nicht eingehalten haben. Dadurch können die Gemeinden die Verkehrslage bewerten. Eine Anzeigetafel steht in Eiterfeld bereits an der Landesstraße bei der Ortsdurchfahrt in Soisdorf in der Nähe des Spielplatzes. Vor einer Woche wurde der neue Display am städtischen Kindergarten in der Straße Am Körle aufgehängt.

„Man sieht schon von Weitem das blinkende Signal“, sagt der Eiterfelder Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig). „Auch wenn ein Autofahrer nicht ganz bei der Sache ist, weckt das die Aufmerksamkeit.“

Von Eva Rützel

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