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Zittern um den Anpfiff

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Grün ist die Hoffnung: Ministerialdirigent Prof. Dr. Heinz Zielinski (rechts) ließ sich von Architekt Werner Emmerich (links) die Pläne für das neue Haunecker Sportzentrum erklären. Zweiter von links ist Horst Schade, der Vorsitzende des SV Unterhaun, zweiter von rechts Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann.  Foto: Hornickel
Grün ist die Hoffnung: Ministerialdirigent Prof. Dr. Heinz Zielinski (rechts) ließ sich von Architekt Werner Emmerich (links) die Pläne für das neue Haunecker Sportzentrum erklären. Zweiter von links ist Horst Schade, der Vorsitzende des SV Unterhaun, zweiter von rechts Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann. Foto: Hornickel

Unterhaun. Einen Bewilligungsbescheid über 150 000 Euro brachte gestern Professor Dr. Heinz Zielinski, Ministerialdirigent im Hessischen Innenministerium, nach Hauneck. Damit ist die Finanzierung des neuen Fußballplatzes im zentralen Sportzentrum der Großgemeinde gesichert.

Doch, obwohl der Friedewalder Architekt Bernd Emmerich als Planer der Anlage die Ausschreibungsunterlagen bereits griffbereit in der Schublade hat, verzögern sich der Start der Bauarbeiten.

Grund dafür ist der Entscheidungsstau beim Bau des angegliederten Kunstrasenplatzes. Den muss der Bund bezahlen, um so Ersatz dafür zu schaffen, dass das Oberhauner Handball-Rasenfeld dem Bau der Umgehungsstraße zum Opfer gefallen ist.

Das Ingenieurbüro Emmerich hat ein Verzeichnis der Tiefbau- und Landschaftsarbeiten für den B-Platz aufgestellt. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Eschwege hat den Katalog geprüft und an das Landesamt in Wiesbaden zur Prüfung weitergereicht.

Nun warten die Haunecker auf eine Entscheidung darüber, in welchem Maße der Bund bei der Schaffung des Ersatzspielfeldes finanziell mitzieht. Die Haunecker warten fieberhaft auf den Abschluss der dazu nötigen Verwaltungsvereinbarung. Ziel ist es, so Bürgermeister Harald Preßmann, dass die Arbeiten für den großen Rasenplatz mit und das Kunstrasenfeld auf einen Rutsch ausgeführt werden. Im Juli 2012 soll das Sportzentrum eigentlich fertig sein. Angesichts der Verzögerungen prophezeihte der Bürgermeister, dass dies eine „enge Kiste“ werde.

Sportler packen zu

Das Sportlerheim hat bereits Fenster und Gardinen, die Auftragsvergabe für den Einbau einer Heizung steht bevor. So wohl bei den Arbeiten am Platz als auch bei der Fertigstellung des Sportlerheims haben die Mitglieder des SV Unterhaun ein erhebliches Bündel an Eigenleistung einzubringen.

Zumindest müssen Vorsitzender Horst Schade und die Spieler in den acht Mannschaften nicht fürchten, dass sie ganz ohne Fußballplatz dastehen. Der Eigentümer des jetzigen Fußballplatzes hat dem Bürgermeister zugesagt, dass die Spielserie 2011/2012 auf jeden Fall dort noch stattfinden kann. Die Aufkündigung des Pachtverhältnisses war Auslöser für die Neuanlage eines Haunecker Sportzentrums gewesen.

Momentan ist allein der Bau des Rasenplatzes mit Gesamtkosten von 524 000 Euro veranschlagt. Der Landkreis steuert 30 000 Euro bei; und der Landessportbund hat knapp 8 000 Euro als Beihilfe zugesagt. Den Rest der Kosten tragen die Gemeinde und der Sportverein.

Ministerialdirigent Zielinski wies darauf hin, dass das Land mit der Förderung nicht nur den sportlichen Ehrgeiz der Fußballer belohnt, sondern auch die Bemühungen der Gemeinde.

Standortfaktor Sport

Da Hauneck als eine der wenigen Gemeinden im Landkreis noch an Einwohnern gewinnt, sei man sich in Wiesbaden sicher, das Geld gut angelegt zu haben. „Ein intaktes Vereinsleben ist mehr als nur ein weicher Standortfaktor“, betonte Professor Dr. Heinz Zielinski. Allerdings werde das Land das hohe Niveau der Sportförderung auf Dauer nicht aufrecht halten können.

Von Kurt Hornickel

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