Haunetaler Band drehte für ihren Song „Slave in Chains“

Videodreh mit Totenschädel: S.A.W. rockten die Burgruine Hauneck in Oberstoppel

Das Bild zeigt die Band S.A.W. beim Videodreh in der nächtlichen Burgruine Hauneck. Im Vordergrund ist Sänger und Gitarrist Erik Grösch zu sehen. Auf der Mauer entfacht Frontmann Rick Götze ein Feuerwerk.
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In der Burgruine Hauneck in Oberstoppel drehte die Haunetaler Band S.A.W. ihr Video zu „Slave in Chains“.

In der Burgruine Hauneck hat die Haunetaler Band S.A.W. jetzt den zweiten Teil ihres Videos für den Song „Slave in Chains" gedreht.

Wer sich auf den steilen Weg zur Burg Hauneck aufmacht, wird oben angekommen mit einer wunderbaren Rundumsicht ins hessische Bergland belohnt. Aber Ritter Simon von Hune hatte sicher nicht in erster Linie diese schöne Aussicht im Sinne, als er 1392 das Schloss Hunecke erbauen ließ, sondern doch eher die strategisch günstige Lage.

Auch die Band S.A.W. aus dem Haunetal war am Samstagabend nicht mit Sack und Pack hier hoch gezogen, um einfach nur die schöne Aussicht zu genießen. Vielmehr hatten die vier Musiker den Abschlussdreh ihres neuen Musikvideos „Slave in Chains“ auf der Burg vor nächtlicher Kulisse geplant.

Der erste Teil, ebenfalls hier oben gedreht, war bereits im Kasten und lief mit dem Video „EAT me RAW“ zur Begrüßung in Dauerschleife auf einem Bildschirm. Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass diese Besetzung gerade erst seit November vorigen Jahres wirklich zusammenspielt. Und nun in Corona-Zeiten fühlt sich auch S.A.W. plötzlich wegen fehlender Gigs irgendwie abgeschaltet. Aber doch nicht so ganz, denn zumindest über Radio Bobs Newcomer-Stream läuft es ein kleines bisschen weiter. In der Haunetaler Band haben sich drei bodenständige junge Musiker um das Multitalent Erik Adam H. Grösch zusammengerauft, um mit Rock’n’Heavy-Roll ein poetisches Gefühl von „Born to be Wild“ mit neuen Texten und frischem Wind durch die Gassen zu donnern.

Da ist der Schlagzeuger Marvin Döring, der auf dem Youtube-Kanal der Oberland- Musikschule Haunetal die Grundschläge an den Drums vermittelt. Bassist Leon Hamel schafft im normalen Leben als Mechatroniker bei der Eiterfelder Firma b+m surface systems. Auch der Gitarre spielende Front- und Showmann Rick Götze ist ein handfester Mechatroniker bei TLT-Turbo in Bad Hersfeld.

S.A.W.-Frontmann Rick Götze beim Videodreh in der Burgruine Hauneck voll in Action.

Inspirator und Lebenstraumvermittler Erik Adam H. Grösch aus Rhina agiert als erfahrener Musikschulleiter, Produzent, Toningenieur, Komponist, Texter, Gitarrist und Sänger. Darüber hinaus betreibt er das Label „Neway-Music“ für Nachwuchsmusiker und Do-it-yourself-Produktionen und falls noch Zeit übrig ist, kreiert er auf Leinwände seine Ölbilder.

Allerdings braucht es für so einen Videodreh noch viel mehr Hände und Köpfe, als nur die vier Musiker. Allein, um die ganze Technik auf die Burg zu bringen, den Ton und das Licht zu installieren, Kabel zu verlegen, das Set zu gestalten, das Make-up aufzutragen, Back-Stage-Fotos zu schießen, Pyrotechnik und Feuershows zu präparieren, eine Drohne für Videoaufnahmen zu steuern und nicht zuletzt für Verpflegung zu sorgen. Da packten alle Freundinnen, Ehefrauen, Freunde und Familien kräftig mit an, dirigiert durch die sachte Hand von Bandmanager und Kamera-Handy-Mann Marcel Uhlig. Die einmalige Kulisse wurde ganz allein durch das abendliche Ambiente und bei zunehmender Dunkelheit dann sogar noch mit Halbmond und leichtem Wolkenschleier perfekt in Szene gesetzt.

Bis in den frühen Morgen hinein wurden in mehreren Durchläufen die Endsequenzen des Songs „Slave in Chains“ mit nur einer Drohne und einem Handy aufgezeichnet, bis alles ganz genau dem Drehbuch entsprach. Nun muss das Rohmaterial noch im Studio zusammengeschnitten werden.

Insofern eröffnet die Corona-Auszeit ungewollt auch neue Möglichkeiten, im Team in Ruhe, mit hoher Konzentration und großer Kreativität Texte zu schreiben und Musik zu komponieren, und diese gleich in neuen Projekten zu realisieren, ließ Erik Grösch wissen.

Es bleibt den sympathischen Haunetalern zu wünschen, dass ihr neues Musikvideo derart viel Aufwind bringt, dass außer dem nächsten Haune-Rock-Konzert auch ihr ganz heimlicher Wunschgedanke „Wacken Open Air“ in Erfüllung gehen mag.

Viele weitere Fotos von S.A.W. in der Burgruine Hauneck gibt es hier.

Von Steffen Sennewald

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