Theatergruppe Stoppel

Lachen in der Märchenwelt auf Burg Hauneck

Märchenhaftes Theater auf der Burgruine Hauneck: Der gestiefelte Kater, Dornröschen und Schneewittchen konnten trotz Zaubersprüchen mit dem fliegenden Teppich nicht abheben. Fotos: Brunhilde Miehe

Bei herrlichstem Sommerabend-Flair konnte die Theatergruppe Stoppel an zwei Abenden aufs Neue insgesamt über 500 Zuschauer in der Burgruine Hauneck in die Märchenwelt entführen.

Bereits zum 22. Mal hatten die Akteure durch ihr amüsantes Laientheater Kinder wie Erwachsene gleichermaßen in den Bann gezogen. In diesem Jahr hatte man das Stück „Es war einmal… war gestern“ vorgestellt, in dem Figuren und Motive aus verschiedenen Märchen aufeinandertrafen und in verquickten Handlungen ein modernes Sujet präsentierten. Mit aktuellem Bezug zur heutigen Zeit mit ihren Sprachfloskeln verkörperten die Darsteller die Märchenfiguren mit großer Spielfreude und ausdrucksstarker Gestik, die aber nie in Klamauk abrutschte.

Frei nach den Gebrüdern Grimm: Das Rotkäppchen teilte die Gaben, die eigentlich der Großmutter zugedacht w aren, mit Dornröschen und Schneewittchen.

Zum Beispiel wurde in Dornröschens Traumpension mit Wellnessbereich gezeigt, dass man nur eine Nacht bezahlen, aber hundert Jahre schlafen kann. Das vorhandene Flugobjekt „fliegender Teppich“ der Märchenwelt funktionierte aber nicht, und da halfen auch Zaubersprüche, die man aus dem Publikum anforderte, nicht weiter – offenbar war der Teppich mit Teppichschaum unsachgemäß gereinigt worden. Und so riefen immer wieder nicht zuletzt gewisse aktuelle Bezüge bei den Zuschauern Lacher und Beifall hervor.

Für das Vorprogramm hatte man dieses Jahr den Zauberer „Käptn Ballon“ - Klaus Löffert aus Sinntal - engagiert. Und dieser führte die Zuschauer schon im Vorfeld in die Zauberwelt ein, ja lehrte den Kindern das Zaubern. Schließlich sei das kinderleicht - bereits mit 6 Jahren habe er aus seiner Schwester zwei Halbschwestern gemacht.

Uwe Gippert moderierte und dankte am Schluss den Sponsoren, den Vorverkaufsstellen, Rainer Reul von der Villa Phantasia für den Shuttleservice zur Burg, ja all den vielen Helfern, ohne deren Unterstützung das Theater-Event auf der Burg nicht zu bewerkstelligen sei.

Mit reichem Applaus bedankten sich die Zuschauer schließlich bei den Akteuren – und dann musste man sich voll der wundersamen Eindrücke aus der Märchenwelt und dem Flair der Ruine unter dem Licht von Taschenlampen durch den Wald wieder vom Stoppelsberg hinabbewegen – und dies mag insbesondere für Kinder schon für sich genommen ein ganz außergewöhnliches Erlebnis gewesen sein.

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