Haunetals Vertreter uneins bei einem Projekt

Klärungsbedarf beim Hochbehälter

Haunetal. Weitere Anträge, über die die Haunetaler Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwochabend zu beraten hatten, betrafen die Arbeitsgemeinschaft Haunetalradweg, den Schlammstapelbehälter Neukirchen, den Rhinabach und den Hochbehälter Neukirchen. Für den meisten Diskussionsbedarf sorgte der Hochbehälter.

Die CDU-Fraktion wollte zum einen redaktionelle Änderungen im Investitionsplan und im Haushaltssicherungskonzept: dort soll statt „Neubau Hochbehälter Neukirchen“ „Hochbehälter Neukirchen“ stehen. Laut Dr. Hans-Jörg Leister klinge das sonst „alternativlos“. Die Investition soll außerdem einen Sperrvermerk erhalten, bis der Bau und Umweltausschuss sowie der Haupt- und Finanzausschuss noch einmal über die Vor- und Nachteile beraten und eine Empfehlung ausgesprochen haben.

„Die Alternativen Neubau und Sanierung sind nicht umfassend genug ergründet“, begründete Leister den dreiteiligen Antrag. Zumal die Neukirchener Wasserversorgung insgesamt betrachtet werden müsse. Ein Neubau würde den Haushalt nicht nur mit zusätzlichen 320 000 Euro belasten, sondern könne seiner Meinung nach auch ein Risiko für das gesamte Wassernetz darstellen.

Bürgermeister Stefan Euler verwies auf entsprechende Sitzungen in der Vergangenheit und die Empfehlung von Ingenieuren, und er sagte: „Natürlich tut jede Investition weh, aber die Wasserversorgung ist wichtig.“ Bei zwei Enthaltungen wurde der Antrag schließlich angenommen. Der Neubau des Hochbehälters ist somit erstmal nicht „alternativlos“.

Ebenfalls mit zwei Enthaltungen beschlossen wurde der SPD-Antrag, 10 000 Euro für die Sanierung des Rhinabaches in den Finanzplan 2014 einzustellen. Nachdem CDU und FWG im vergangenen Jahr die Umsetzung der Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur Renaturierung der Haune und des Rhinabaches gestrichen hätten, müssten nun Pläne zur Sanierung des Rhinabaches in der Ortslage folgen, dies sei bislang nicht im Haushalt berücksichtigt worden.

Haunetalradweg

Versehentlich nicht für 2013 berücksichtigt worden war laut Gemeindevorstand Geld für die Bildung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft Haunetalradweg, die den Ausbau und die Beschilderung vorantreiben soll. Bis auf Renate Frauenfelder (FWG) stimmten alle Gemeindevertreter zu, nachträglich 12 500 Euro in den Haushalt einzustellen.

Aus dem Haushaltsplan gestrichen werden nach einstimmigem Beschluss 120 000 Euro für das Projekt „Solartrocknungsanlage Schlammstapelbehälter Neukirchen“. Für dieses Investitionsvorhaben gibt es keine Zuschüsse, eine Umbewilligung von Fördergeld aus einer anderen Maßnahme ist wider Erwarten nicht möglich. (nm)

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