Die Marktgemeinde Eiterfeld erhöht die Eintrittspreise für den kommunalen Badepark

Kalter Guss für alle Badegäste

Eiterfeld. Alle Schwimmbegeisterten, die gerne im Badepark Eiterfeld ihre Runden drehen, müssen sich in der neuen Badesaison auf höhere Eintrittspreise einstellen. Dies hat während der Gemeindevertretersitzung die FWG/SPD-Mehrheitsfraktion mit 16 Stimmen gegenüber acht Stimmen der CDU beschlossen. Dadurch erhöht sich der Preis für die Tageskarte eines Erwachsenen von bisher zwei auf drei Euro.

Mit den erwarteten Mehreinnahmen von rund 14 800 Euro soll das jährliche Defizit von etwa 100 000 Euro verringert werden. Dies könne nicht mehr durch allgemeine Steuermittel gedeckt werden. Die Eintrittspreise waren zuletzt zur Saison 1992 angepasst worden und seitdem unverändert geblieben. Auch nach einer Erhöhung liege man im Vergleich zu den Nachbargemeinden noch immer nicht auf einem „zu hohen Level“.

CDU-Fraktionschef Gert Oehrling zufolge könne man nicht von einer „ausgewogenen Erhöhung“ sprechen. Im Übrigen vermisste er die Stellungnahme des Ausschusses für Soziales, Kultur und Vereinswesen und fragte: „Gibt es den Ausschuss überhaupt noch? Auch bei der Debatte um den Mehrgenerationenspielplatz war von dem Gremium nichts zu hören“.

Nur ein Tropfen

Dem hielt der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Theodor Kohlmann, der gleichzeitig der FWG vorsteht, entgegen: „Die CDU sucht nur einen Weg, um dagegen zu sein“. Zwar seien die durch die höheren Eintrittspreise erwarteten Mehreinnahmen nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“, aber viele Kommunen würden ihre Schwimmbäder ganz dicht machen.

Bürgermeister Hermann-Josef Scheich beantwortete eine Anfrage der CDU zur DSL-Versorgung. Seiner Aussage nach wird der vertraglich vereinbarte Endtermin 30. März 2011 für die DSL-Versorgung der bislang nicht angebundenen Ortsteile eingehalten. Im Februar und März seien laut Mitteilung des Unternehmens OR-Network die direkt vom Soisberg erreichbaren Ortsteile Ufhausen, Soisdorf, Treischfeld und Großentaft an der Reihe, die anderen folgten „umgehend danach“.

Ursprünglich hätten Ufhausen und Großentaft bereits im Dezember 2010 einen Anschluss erhalten sollen, doch sei dies durch die geforderte gemeinsame Vorgehensweise aller Betreiber auf dem Soisbergturm verzögert worden. Insbesondere der BOS-Funk (Digitalfunk für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in Hessen) habe bis heute keine Planung liefern können. Scheich: „Inzwischen wurde der Graben für die Stromverlegung gefräst und in den kommenden zwei bis drei Wochen wird der Anschluss hergestellt.“ (bl)

 Scheich sorgt sich...

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