„Jeder Meter ist durchdacht“

Arbeiten für neues Rathaus in Unterhaun haben begonnen

Die Bauarbeiten haben begonnen: In Unterhaun sind die Erdarbeiten für den Rathaus-Neubau inzwischen in vollem Gange. Symbolisch griffen jetzt der Erste Beigeordnete Marcel Nieding, der Inhaber der Baufirma Eichenauer Armin Bach, Planer Bernd Emmerich und Bürgermeister Harald Preßmann (von links) zur Schippe. Im Hintergrund rechts sind die Sparkasse und das „alte“ Rathaus zu sehen.
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Die Bauarbeiten haben begonnen: In Unterhaun sind die Erdarbeiten für den Rathaus-Neubau inzwischen in vollem Gange. Symbolisch griffen jetzt der Erste Beigeordnete Marcel Nieding, der Inhaber der Baufirma Eichenauer Armin Bach, Planer Bernd Emmerich und Bürgermeister Harald Preßmann (von links) zur Schippe. Im Hintergrund rechts sind die Sparkasse und das „alte“ Rathaus zu sehen.

Der neue Haunecker Verwaltungssitz entsteht an der Hersfelder Straße neben der Sparkassen-Filiale und damit auch nur einen Steinwurf vom jetzigen Rathaus entfernt.

Unterhaun - In der vergangenen Woche ist mit den Erdarbeiten begonnen worden, kommenden Dienstag soll es dann schon mit dem Rohbau losgehen, wie Armin Bach, Inhaber der ausführenden Firma Eichenauer aus Schenklengsfeld berichtet. Für den Rohbau sind dank fertiger Bauteile wie Treppen gerade mal zwölf Wochen vorgesehen.

Das neue Haunecker Rathaus soll barrierefrei und zweckmäßig sein – für die Mitarbeiter ebenso wie für die Bürger (wir berichteten bereits). „Es wird kein Luxusbau“, betont Harald Preßmann erneut. Rund 400 Quadratmeter Nutzfläche bietet das zweigeschossige Gebäude im Bauhausstil mit Aufzug und Glasfassade nach den Plänen von Bernd Emmerich. Aufgrund der Spiegelwirkung soll es sich optisch in die Umgebung einfügen, erklärt Emmerich.

Im Erdgeschoss sind unter anderem ein großes Sitzungszimmer und großzügige Räume für das Standesamt vorgesehen, im Obergeschoss werden vor allem Büroräume zu finden sein. 13 bis 14 Büros sind geplant. Im Keller soll das Archiv der Gemeinde untergebracht werden.

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 1,6 Millionen Euro inklusive Außenanlagen und Abbruch des in die Jahre gekommenen und beengten jetzigen Verwaltungsgebäudes. Etwa eine Million Euro wird über Fördermittel finanziert, und auch die Restfinanzierung steht laut Bürgermeister. Aber: „Wir wollen nicht mehr ausgeben, als wir auch verkraften können“, sagt der Rathauschef. Noch nicht bis ins kleineste Detail sind deshalb die Gestaltung der Außenanlagen sowie weitere „Feinheiten“ geplant.

Im Haushalt 2021, der am 29. März beschlossen werden soll, sind 250 000 Euro eingeplant. Bisher stehen alle Fraktionen geschlossen hinter dem Projekt.

Fest steht indes die Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen vor der Tür, die sowohl Besucher des Bürgerbüros als auch der Sparkasse nutzen können. Die Zufahrt zu den sonstigen Parkplätzen ist als Einbahnstraße geplant.

Als Klimakommune habe man darüber hinaus Wert auf Energieeffizienz gelegt, so Preßmann, weshalb an den Planungen auch ein Energieberater beteiligt war. So werde das Passivhaus über eine Luft-/Wärmepumpe beheizt, auf dem Dach könnte je nach Kostenkalkulation eine weitere Photovoltaikanlage installiert werden. Aus dem Keller des jetzigen Rathauses soll nach dessen Abbruch eine Sickergrube werden.

Die Fertigstellung des Neubaus ist für Sommer 2022 geplant, erst danach soll der Abbruch des jetzigen Rathauses erfolgen, um die Einschränkungen im Betrieb so gering wie möglich zu halten und Umzugsstress zu vermeiden.

Weitere Ausschreibungen für die verschiedenen Gewerke folgen nun sukzessive, wobei man auf Firmen aus der Region setze.

Die ersten Pläne für den Neubau hatte Harald Preßmann Ende 2018 öffentlichlich präsentiert. (Nadine Maaz)

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