Immer auf die Seele achten

Volles Haus beim Seniorennachmittag in Hauneck

Fritz Schott schaffte es als einziger Mann aufs „Treppchen“ der ältesten Teilnehmer des Seniorennachmittags der Gemeinde Hauneck: Mit ihm freuten sich (von links) Bürgermeister Harald Preßmann, Elisabeth Glebe, Hildegard Blum (vorne), Lisbeth Hickmann, Gerda Ehrhardt, Erster Beigeordneter Georg Ruppel und Elisabeth Rehbein. Fotos: Apel

Unterhaun. Fast 150 Über-70-Jährige waren am Samstag zum traditionellen Seniorennachmittag der Gemeinde Hauneck ins Unterhauner Bürgerhaus gekommen, wo sie von Bürgermeister Harald Preßmann herzlich begrüßt wurden. Wie immer sollte die Zusammenkunft der Geselligkeit dienen, aber auch der Besinnlichkeit und der Freude an einem kleinen, aber feinen Unterhaltungsprogramm.

Das erste Ausrufezeichen setzte der Gesangverein Oberhaun, der unter der Leitung von Rita Mandt zunächst die Lieder „Wie groß bist du“ und „Jenseits der Träume, da leuchtet ein Licht!“ anstimmte. Pfarrer Andreas Staus verlas Worte von Dietrich Bonhoeffer und forderte dazu auf, angesichts von Heimatlosigkeit und Vereinsamung in sich hineinzuhören, über sich hinauszuschauen und auf die Seele zu achten: „Schau, Mensch, dass du sie nicht verlierst!“ Sein Amtskollege Karl-Josef Gruber aus Eiterfeld verlas eine Geschichte, aus der er ableitete, dass es immer, ganz besonders jedoch zur Adventszeit – der Zeit des Ankommens von Jesus – auf „unverhofften Besuch“ und „Klingelzeichen“ zu achten gelte.

Sehr viel Freude bereitete den Senioren der Auftritt der Junioren aus der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“. Eine ansehnliche Gruppe wagte den Schritt auf die Bühne und präsentierte – am Akkordeon begleitet von Monika Löffler – Lieder, Gedichte und kleine Vorführungen, unter anderem das Spiel: „Wenn alle Welt sich freut, ist Weihnachtszeit!“ Dankbarer Beifall war den Jungen und Mädchen gewiss. Das galt auch für die schon etwas älteren aus der Astrid-Lindgren-Schule, die unter der Leitung von Stefan Kasper und Bärbel Ragotzky die „Flip-Flop-Zauberei“ besangen und musikalisch an die Zeit erinnerten, als noch sehr viel öfter Schnee fiel: „Leise rieselt der Schnee“.

Die Lacher auf ihrer Seite hatten Anni Schaffer und Eva Nuhn. Die eine stellte sich begriffsstutzig, als ihr die andere – auf Platt – erklären wollte, wie man Pfannkuchen zubereitet. Letztendlich ließ sie sich mit zehn Euro abspeisen, damit sie sich das Gebäck beim Bäcker besorgen kann. Darauf hatte sie es allerdings auch angelegt. Unterhaltsam waren darüber hinaus ein kleiner Vortrag von Rita Mandt und nach der Ehrung der ältesten Teilnehmer das gemeinsam gesungene Lied „Alle Jahre wieder“, das so manche Erinnerung weckte.

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