Gemeinde Haunetal würdigt den PC-Vater Konrad Zuse

Hoch dem Erfinder

Wehrda. Mit mehreren Veranstaltungen und Aktivitäten will die Marktgemeinde Haunetal an Konrad Zuse erinnern. Der Vater des Computers kam vor 100 Jahren auf die Welt und hat einen Teil seiner Erfindungen und weltverändernden Entwicklungen nach dem Krieg in Neukirchen gemacht.

Bürgermeister Hein-Peter Möller informierte deshalb die Gemeindevertretung in deren jüngster Sitzung in Wehrda über die Aktivitäten. Einen entsprechenden Antrag hatte die CDU/FWG-Fraktion im Oktober 2009 gestellt.

• In der Haunetal-Schule fand bereits im Januar eine Projektwoche zu Konrad Zuse statt (wir berichteten). Das Ergebnis ihrer Arbeit präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Öffentlichkeit in der Turnhalle. Dr. Horst Zuse, ein Sohn des Computer-Erfinders, hielt einen Vortrag zu Leben und Werk seines Vaters und zeigte Bilder von früher aus Neukirchen.

• Das fünfte Treffen der ehemaligen Zuseaner am 19. Juni in Neukirchen bietet den geeigneten Rahmen für die Übergabe und Enthüllung einer Informations- und Hinweistafel am ehemaligen Betriebsgebäude der Zuse KG in der Hauptstraße. Außerdem soll während des Treffens eine Fotoausstellung zum Thema „Zuse in Neukirchen“ im Foyer des Bürgerhauses gezeigt werden.

• Geplant ist zudem die Gestaltung und Herstellung einer Wanderausstellung „Auf den Spuren von Konrad Zuse“ im Rahmen des Projektes „Zuse-Valley“. Hierfür seien, so teilte Möller mit, Kosten von 10 000 Euro veranschlagt. Gut 5000 Euro erhofft sich der Bürgermeister an Zuschüssen aus LEADER-Fördermitteln.

• Geplant ist außerdem die Entwicklung eines Konzeptes für eine Zuse-Tour. Hierzu sollen sich Vertreter von Kommunen und Regionen, in denen Konrad Zuse gelebt und gewirkt hat, sowie interessierte Bürger zu einem Workshop in Neukirchen treffen und gemeinsam unter Anleitung von Experten Ideen entwickeln, wie die Reise zu den Wurzeln der Computerentwicklung regional erfahrbar werden kann. Am Ende des Workshops soll ein Konzept für eine Zusetour stehen. Zu den veranschlagten Kosten von 3600 Euro hat Möller ebenfalls LEADER-Fördermittel in Höhe von 1 815 Euro beantragt, teilte er dem Parlament mit. (zac)

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