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Karnevals-Truck der Haunetaler Narren zog zwei Tage durch die Ortsteile

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Von: Daniel Blöthner

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Die Haunetaler Narren fuhren Ortsteile der Gemeinde an und feierten Karneval mit ihrem Truck.
Die Haunetaler Narren fuhren einige Ortsteile an und feierten Karneval mit ihrem Truck. Einige Besucher kamen auch verkleidet zum Feiern. © Daniel Blöthner

Lange mussten sie ausharren, doch endlich ging es wieder rund für die Haunetaler Narren. Mit dem Karnevals-Truck ging es in fünf Haunetaler Orte und überall fielen kecke Worte.

Haunetal – Mit pompöser Musik marschierte der Elferrat gemeinsam mit der Garde pünktlich um 11:11 Uhr auf dem Konrad-Zuse-Platz in Neukirchen ein. Es war eine von fünf Stationen der Gemeinde, die mit dem Karnevals-Truck angefahren wurden. Umliegende Ortsteile wurden jeweils eingeladen, an den Festlichkeiten mitzumischen. Da auch das Wetter mitspielte, war es umso schöner, dass schon zum ersten Halt mehr als 200 Feierlustige kamen. Einige ließen sogar verlauten, noch zu den anderen Stopps zu kommen, auch wenn das Programm bei allen identisch sein sollte.

„Ich finde es geil, dass so was gemacht wird in der jetzigen Zeit. Man sieht an der Resonanz, wie viele Leute bedürftig nach dieser Abwechslung sind“, lobt Lothar Göbel aus Neukirchen die Veranstaltung. Auch Gabi Schott aus Schletzenrod findet beherzte Worte: „Eine tolle Idee, die auch außerhalb von Corona wiederholungswürdig ist.“

Neben der Garde trat auch die Showtanzgruppe des FCN auf. Für weitere Unterhaltung sorgten die Witze von Elferratspräsident Dirk Henkel, ein Auftritt der Moccacinos in Strumpfhosen und wolkiggemusterten Anzügen, Bernd Jörges aus der Rhön sowie die Büttenrede von Hofnarr Lars Bolender. Vor allem Letztere sorgte für einige Lacher im Publikum, fand er doch mal harte, aber stets faire Worte für die Lokalpolitik, das Haune Rock, Vereine und den Karneval.

Wieso gerade in Krisenzeiten Karneval gefeiert werden muss, dazu äußert sich Dirk Henkel mit passenden Worten: „Wir haben uns darauf gefreut und ziehen es jetzt auch durch. Wieso sollen wir uns von diesem Diktator den Spaß verderben lassen?“

Auch Bürgermeister Timo Lübeck schließt sich dem an und erklärt: „Es gab Überlegungen, ob wir es absagen sollen, aber viele haben sich schon darauf gefreut. Wir sollten uns von einem Diktator nichts vorschreiben lassen. Dabei haben wir Verständnis für jeden, der angesichts der schrecklichen Bilder aus der Ukraine nicht mitfeiern möchte.“

Einen Eintritt zu der Veranstaltung gab es nicht, dafür wurde aber um Spenden gebeten. Lediglich der Impfstatus wurde überprüft, denn es galten die 5G-Regeln: Geimpft, geduscht, geföhnt und gut gelaunt. Eine Schluckimpfung mit Bier und anderen Getränken wurde ebenfalls angeboten. Gegen Hunger gab es Wurst.

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