17 Jungen und Mädchen waren im Einsatz

Zusammen geht’s besser: Haunetaler Feuerwehr-Nachwuchs übte 24 Stunden

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Vorsichtig: Erstversorgung und Abtransport einer verunglückten Person aus einem steilen Waldstück durch die Mitglieder Jugendfeuerwehr und der THW-Jugend .

Haunetal. Rauch in der Schulküche, vermisste Kinder und ein Unglück im Wald: Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter dem Haunetaler Feuerwehr-Nachwuchs.

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter dem Haunetaler Feuerwehr-Nachwuchs. Insgesamt 17 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren aus den Ortsteilen Holzheim, Neukirchen und Rhina nahmen zwischen Freitag- und Samstagabend an einer fordernden und durchaus anstrengenden „24-Stunden-Übung“ teil.

Bereits am Freitag mussten die jungen Feuerwehrleute kurz nach dem gemeinsamen Abendessen zu ihrem ersten Einsatz ausrücken. In der Grundschule Neukirchen hatte die Brandmeldeanlage wegen Rauchentwicklung in der Schulküche Alarm ausgelöst.

Nach ihrem Eintreffen am Einsatzort galt es, eine vermisste Person aus dem verqualmten Gebäude zu retten und gleichzeitig den Brand in der Küche zu löschen. Nachdem die Jugendlichen beide Aufgaben mit Bravour gemeistert und ihr Gerät wieder hergerichtet hatten, stand die wohlverdiente Nachtruhe auf dem Programm.

Fordernd und anspruchsvoll ging es auch am Samstagvormittag weiter. Während eine Gruppe die technische Hilfe bei einem Verkehrsunfall trainierte, galt es für die die andere Gruppe in einer komplexen Lage gemeinsam mit der THW-Jugend aus Bad Hersfeld eine in einem steilen Wald-Abhang verunglückte Person zu retten und mit Unterstützung der Rettungshundestaffel Osthessen drei vermisste Personen, darunter zwei Kinder, in einem unbekannten Waldstück zu suchen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wechselten dann beide Gruppen. 

Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart Sven Meißner, der die Übungen geplant hatte, zeigte sich angesichts der gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Dabei lege er besonderen Wert darauf, dass die Jugendlichen die jeweiligen Lagen gemeinsam und eigenständig lösen und somit ein Erfolgserlebnis haben. Weiterhin dürfe auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen. Dies ist, wie Meißner betont, außerordentlich wichtig für die Motivation. Nach dem Einsatzende und den notwendigen Aufräumarbeiten stand zur Belohnung noch ein zünftiger Grillabend auf dem Programm.

Von Thomas Landsiedel

Haunetaler Jugendwehren im Dauerstress

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