Küsterin Elfriede Schäfer gestaltet den Kirchenraum

Zeichenhafte Zeremonien beim Ostergottesdienst in Kruspis

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Elfriede Schäfer beim Schmücken der Kirche.

Kruspis. Um das christliche Ostergeschehen mit der Auferstehung Christi für die Gottesdienstbesucher augenfällig und mit allen Sinnen tiefer erlebbar zu machen, werden die Gottesdienste in dieser Zeit mit besonderen Zeremonien gestaltet.

So hat Küsterin Elfriede Schäfer von der Kirchengemeinde Kruspis nun zum zweiten Mal in der kreuzförmigen Kirche neben dem Altar ein leeres Grab arrangiert und damit die Auferstehung Jesu Christi anschaulich gemacht.

Am Gründonnerstagabend hatte man im Gottesdienst den Altarschmuck zeichenhaft abgeräumt, über den Altar ein schwarzes Tuch gelegt und nur noch das Kreuz stehen lassen. Und um dieses wurde zudem eine Dornenkrone gelegt, die die Küsterin vor Jahren schon geflochten hatte. Bis zum Ostersonntagmorgen schwiegen dann die Glocken, und es wurde am Karfreitag auch ohne Orgelspiel gesungen.

Am Ostersonntag hat man schließlich um 6 Uhr den Osternachtgottesdienst des gesamten Kirchspiels in Kruspis zelebriert. Um das erwachende Lebenslicht intensiver zu erleben, trugen vier Kirchenvorstandsmitglieder der Kirchengemeinde Kruspis große Osterkerzen in der noch dunklen Kirche brennend aus der Gemeinde heraus vor den Altar und übergaben das Licht an die anderen Kirchengemeinden des Kirchspiels und an alle Gottesdienstbesucher.

Erst im Laufe des Gottesdienstes, der von Pfarrer Thomas Funk und Prädikantin Bärbel Kümpel zelebriert wurde, hat man dann wieder die Kirche mit elektrischem Licht erhellt, den Altar geschmückt und ließ wieder die Glocken läuten.

Nach dem Osternachtgottesdienst blieben die Gottesdienstbesucher schließlich noch im Bürgerhaus zum gemeinsamen Osterfrühstück beisammen, das die Landfrauen unter Leitung von Annemarie Diemer vorbereitet hatten.

Küsterin Elfriede Schäfer oblag schließlich wiederum die Aufgabe, die altehrwürdige Kruspiser Kirche für kommende Gottesdienste im Kirchenjahr entsprechend zu gestalten – und das macht sie nun seit 18 Jahren. (bm)

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