Zank um den Schlepper: Haunetaler Gemeindevertreter uneins bei neuer Maschine für den Bauhof

Neukirchen. Beim neuen, gebrauchten Radlader samt Anbaugeräten für den Haunetaler Bauhof waren sich die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Dienstagabend schnell einig. Alle Fraktionen stimmten dem Kauf für maximal 33 292,50 Euro geschlossen zu.

 Für den Erwerb eines neuwertigen Kompaktschleppers ebenfalls samt Anbaugeräten votierten indes nur die SPD und die GfH mit Ja. Die GfH setzte zudem die Anschaffung eines 55 PS starken Geräts durch, für das nun 5000 Euro mehr benötigt werden.

Die CDU zweifelte die Notwendigkeit grundsätzlich an, von einem „Rasenmähertraktor“ sprach Marius Tegl und wenig harten Wintern, die etwa den Einsatz von Schneeschild und Salzstreuer rechtfertigen würden. Timo Lübeck wunderte sich, wie schnell mal eben 5000 Euro ausgegeben würden.

Die GfH sah den Nutzen des Mini-Schleppers, hielt die zunächst angedachten 33 PS für knapp 47 000 Euro aber für zu schwach und schlug deshalb vor, ein Fahrzeug gleicher Baureihe mit 55 PS zu kaufen und die Mehrkosten als überplanmäßige Kosten auszuweisen. Laut Bürgermeister Gerd Lang ist es möglich, die 5000 Euro mit Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer zu finanzieren.

Ein Finanzierungsproblem sah auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Hein-Peter Möller nicht, er kritisierte jedoch die plötzliche Ablehnung der CDU, nachdem man sich einst in einer Arbeitsgruppe doch eigentlich auf die Kombi-Lösung Radlader und Schlepper geeignet habe, von der man sich mehr Möglichkeiten und Eigenleistungen für die Bauhofmitarbeiter und stärkere Synergien erhofft hatte. Ursprünglich waren schon 2016 80 000 Euro für einen gebrauchten Traktor im Haushalt vorgesehen worden. „Wir wollen endlich eine Lösung“, so Möller.

Mit acht zu sieben Stimmen wurde der Schlepper für den gemeindlichen Bauhof schließlich genehmigt.

Weitestgehend einig waren sich die Kommunalpolitiker bei der Erschließung des Lavendelwegs samt Frischwasser, Abwasser und Baustraße im Baugebiet Sandberg II in Rhina. Dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst. 200 000 Euro werden dafür im Haushalt 2018 veranschlagt.

Timo Lübeck regte im Zuge dessen an, die benachbarte Lilienstraße nicht zu vergessen, deren Komplettausbau noch ausstehe. Laut Lang seien weitere Arbeiten dort 2019 vorgesehen. „Es ist auch kontraproduktiv, solange noch Baufahrzeuge durchfahren“, so der Bürgermeister. Hein-Peter Möller wünschte zudem eine Prüfung im Gemeindevorstand, mit dem Ziel, die Preise für die anscheinend unattraktiveren Grundstücke im Baugebiet zu senken.

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