Juwi-Anlagen : Die letzten Masten bekommen „Flügel“

Windpark bei Wehrda geht vermutlich Mitte April ans Netz

Die Rotorblätter werden montiert: Schon Mitte April soll der Wehrdaer Windpark ans Netz gehen. Das
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Die Rotorblätter werden montiert: Schon Mitte April soll der Wehrdaer Windpark ans Netz gehen. Das

Fast fertig gestellt ist der neue Windpark bei Haunetal-Wehrda. Vermutlich ab Mitte April sollen die Rotoren Strom liefern.

Wehrda/Burghaun –Nachdem die Marktgemeinde Burghaun im Rechtsstreit gegen die Errichtung des Windparks unmittelbar hinter ihrer Gemarkungsgrenze zu Haunetal-Wehrda unterlegen ist, steht der Fertigstellung der vier Anlagen nichts mehr im Wege.

Vermutlich ab Mitte April können die Rotoren Strom liefern. Die Marktgemeinde hatte vor allem mit Blick auf ihre Wasserversorgung, deren Einzugsbereich auch Teile der Windkraft-Flächen umfasst, geklagt. Bereits im März 2020 hatte das Verwaltungsgericht Kassel verneint, dass die Klage aufschiebende Wirkung habe – der Projektierer Juwi konnte also auf den zuvor gerodeten Flächen mit den Fundamentarbeiten beginnen.

Auch ein neuerlicher Anlauf gegen die vom Regierungspräsidium in Kassel ausgesprochene Genehmigung blieb ohne Erfolg. „Im Februar mussten wir das juristische Projekt in einer Sitzung des Gemeindevorstands ,beerdigen’“, sagte Bürgermeister Simon Sauerbier (parteilos) nun auf Anfrage. Damit bestätigte er eine entsprechende Aussage von Juwi-Sprecher Felix Wächter. Die Arbeiten seien nach der Winterpause gut vorangekommen, so Wächter. Man sei mit den Arbeiten im Zeitplan. Mittwoch wurden bei einer der Anlagen die Rotorblätter montiert.

Das relativ ruhig, windarme Wetter begünstigte die Aktion. Wenn nichts dazwischen komme, dann könne der Wehrdaer Windpark vermutlich Mitte April ans Netz gehen. Jedes der insgesamt vier Windräder hat eine Nennleistung von 4,2 Megawatt. Ab einer Windgeschwindigkeit von drei Metern pro Sekunde können die Anlagen Strom liefern.

Das in Wörrstadt in der Nähe von Mainz ansässige Unternehmen Juwi ist in Haunetal lediglich als Projektentwickler tätig gewesen. Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die drei verfügbaren Anlagen verkauft sind. Sie wurden von der in Hamburg ansässigen CEE Group übernommen. Die CEE Group ist ein auf erneuerbare Energien spezialisiertes Asset Management Unternehmen.

Der vierte Rotor war nicht Teil dieses Geschäfts: Diese Anlage hatte Juwi als sogenanntes Bürgerwindrad errichten lassen – ,auch um Anwohnern, die mit der Präsenz der neuen „Windmühlen“ leben müssen, eine Beteiligungsoption zu geben (wir berichteten). Dazu sammelte ein Betreiber-Unternehmen in der Region Geld ein, um so bis zu 20 Prozent der Investition, die sich insgesamt auf rund zehn Millionen Euro beläuft, zusammenzubekommen. (Hartmut Zimmermann)

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