Nachbargemeinde Burghaun soll auf Baustopp klagen

Windpark Wehrda: Anlagen sind an CEE Group verkauft

Das Bild zeigt sich drehende Rotoren von Windkraftanlagen vor blauem Himmel.
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Symbolfoto Windkraft

Der Projektierer Juwi hat den bei Wehrda entstehenden Windpark an die in Hamburg ansässige CEE Group verkauft. Das teilt das Unternehmen Juwi auf seiner Homepage mit.

Wehrda - Die CEE Group ist ein auf erneuerbare Energien spezialisiertes Asset Management Unternehmen. CEE übernimmt drei Windkraftanlagen mit einer geplanten Leistung von 12,6 Megawatt.

Der vierte Rotor des Haunetaler Windparks wird als „Bürgerwindrad“ vom fränkischen Unternehmen Wust Wind und Sonne als „Bürgerwindrad“ entwickelt. Wie das Unternehmen mitteilt, sind die dafür eingeplanten zwei Millionen Euro aus privater Hand inzwischen zusammengekommen. Das Geld stamme „zum größten Teil aus der Region“, so Projektplaner Patrick Prechtel gegenüber unserer Zeitung.

Der Haunetaler Windpark besteht aus insgesamt vier Anlagen des Typs Vestas V 150 mit einer Nabenhöhe von 166 Metern.

Gleichzeitig mit den Haunetaler Anlagen hat Juwi den Windpark Ebenheim (Thüringen, Landkreis Gotha) an die CEE Group verkauft. Zwischen Juwi und der CEE Group besteht eine langjährige Geschäftsbeziehung. Die aktuelle Transaktion ist das achte gemeinsame Projekt im Bereich der erneuerbaren Energien.

Unterdessen hat die Gemeindevertretung Burghauns einstimmig beschlossen, erneut gegen den Windpark-Bau bei Wehrda zu klagen. Erstes Ziel ist der Schutz der Trinkwasserbrunnen. Daher soll die Klage aufschiebende Wirkung haben: Falls sie positiv beschieden wird, müssten die Arbeiten zunächst ruhen.

Den Antrag hatten CDU, SPD und FDP gemeinsam formuliert und kurzfristig auf die Tagesordnung der Sitzung am Mittwochabend gebracht. Ziel ist es, beim Verwaltungsgericht einen Baustopp zu erwirken, bis geklärt ist, wie die Wasserschutzgebiete um die Rothenkirchener Tiefbrunnen I und II zu bemessen sind.

Die Wassereinzugsgebiete der Brunnen werden möglicherweise durch das Windkraftprojekt beeinträchtigt. In der Antragsbegründung wird darauf hingewiesen, dass die Genehmigung zumindest von zwei der vier Anlagen ohne ausreichende gutachterliche Prüfung erfolgt sei. Die Fraktionen verweisen auf einen ähnlich gelagerten Fall aus dem Reinhardswald, wo die Vergrößerung der Wasserschutzgebiete die Windkraft-Planung stark beeinflusst habe.

Zudem soll die Marktgemeinde gemeindliche Wege für den Schwerlast-Verkehr, der mit dem Windkraft-Projekt zusammenhängt, sperren, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Heß, der den Punkt in der Sitzung erläuterte. (zi)

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