Bleibt er Bürgermeister?

Wahl in Haunetal: Gerd Lang wird wohl Konkurrenz haben

Haunetal: Gemeindevertretung - Gerd Lang.
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Seit 2014 Bürgermeister in Haunetal: Gerd Lang.

Wenn die Haunetaler im August einen neuen Rathauschef wählen, dann wird Amtsinhaber Gerd Lang nicht der einzige Bewerber sein.

Auch die CDU möchte jemanden ins Rennen schicken.

„Wir wollen definitiv einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aufstellen“, sagte Gemeindeverbandsvorsitzender Marius Tegl auf Anfrage unserer Zeitung. Einen Namen möchte Tegl nicht nennen: „Wir sind noch in Gesprächen“, erläuterte er. Die parteiinterne Nominierung solle dann im Mai erfolgen. „Und dann geht es mit Schwung in den Wahlkampf“, betonte er.

Einen Namen brachte hingegen Lars Stein, der stellvertretende Vorsitzende der Wählergruppe „Gemeinsam für Haunetal“ (GfH), ins Spiel. Er betont, dass die GfH schon von ihrem Selbstverständnis als freier, relativ offener Zusammenschluss nicht danach strebe, jemanden aus den eigenen Reihen zum Bürgermeister zu machen. „Wenn die CDU, wie zu hören ist, beispielsweise Timo Lübeck aufstellen würde, wäre das jemand, mit dem wir aus meiner Sicht zusammenarbeiten könnten.“ Das gelte aber ebenso für Amtsinhaber Gerd Lang. Dem bescheinigte Stein, nicht nur ein parteiloser, sondern auch ein „recht neutraler Bürgermeister“ zu sein. Mit beiden sei Zusammenarbeit möglich.

Lübeck (36), Gemeindevertreter in Haunetal, hatte kürzlich mitgeteilt, den Kreisvorsitz der CDU Hersfeld-Rotenburg abzugeben – auch um sich künftig „um andere Aufgaben zu kümmern“. Zu möglichen Bürgermeister-Ambitionen lehnte er gestern eine Stellungnahme ab.

Bedeckt hielt sich in Sachen Kandidatur Haunetals SPD. Jürgen Leimert, der stellvertretende Gemeindeverbandsvorsitzende, machte deutlich, dass seine Partei Lang nicht unterstützen werde. Man sei auf der Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit.

Die Bürgermeisterwahl findet am 23. August statt. Sollte es zu einer Stichwahl kommen, dann wird diese auf den 6. September terminiert. Die Amtszeit von Gerd Lang endet am 30. November. Der 62-Jährige hatte bereits öffentlich gemacht, dass er für eine zweite Amtsperiode antritt.

Lang war im September 2014 erstmals gewählt worden. Damals hatte er sich mit 56,4 Prozent der Stimmen gegen Andreas Kimpel von der CDU (25,1 Prozent) und den SPD-Mann Frank Neuber (17,9 Prozent) durchgesetzt. Er wurde Nachfolger von Stefan Euler (CDU).

Von Hartmut Zimmermann

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