Schwester des Toten widerspricht

Unglück von Burghaun: Polizei geht weiterhin von Unfall aus

Burghaun – Vier Tage nach dem tragischen Todesfall eines 21-jährigen Mannes im Bahnhof von Burghaun geht die Polizei weiter von einem Unfall aus.

Fremdverschulden oder gar Selbstmordabsichten schließt die Polizei aus. Wie berichtet, war der junge Mann offenbar in Bad Hersfeld auf einen haltenden Güterzug aufgesprungen und mit diesem in Richtung Burghaun gefahren. Bei der Durchfahrt des Zuges dort wollte er wohl abspringen. Dabei prallte er gegen einen Strommast und zog sich tödliche Verletzungen zu.

„Wir gehen weiter von einem Unglücksfall aus“, sagte Polizeisprecher Martin Schäfer aus Fulda auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Schwester des jungen Mannes indes widerspricht auf Facebook der Darstellung der Polizei. „Das stimmt überhaupt nicht“, postete sie. „Welcher normale Mensch kann sich denn bitte an einem Güterzug von Bad Hersfeld nach Burghaun bei Minusgraden festhalten“, kritisierte sie die Darstellung der Polizei.

„Wir haben die letzten Stunden vor dem Unglück nachvollziehbar rekonstruieren können. Es ist alles schlüssig und lässt keine andere Schlussfolgerung zu“, sagt Polizeisprecher Schäfer. Gleichwohl würden alle Fakten erneut vom Fachkommissariat 10, das für Unglücksfälle und Todesermittlungen zuständig ist, überprüft. Dies werde einige Tage dauern. Auch die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet.  kai

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