Interview 67 Tage vor dem Festival in Odensachsen

Sascha Ruppert: „Die Broilers beim Haune-Rock wären ein Traum“

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Noch ist das Gelände leer – am 13. und 14. Juli sollen hier aber wieder möglichst viele Festival-Fans feiern: Mister Haune-Rock Sascha Ruppert und sein Team haben bis dahin noch einiges zu tun. Das Line-Up kann sich sehen lassen – Torfrock und Massendefekt kommen in diesem Jahr ins Haunetaler Dörfchen Odensachsen. 

Odensachsen. 67 Tage noch – dann findet das zweite Haune-Rock-Festival in Odensachsen statt, und das 180-Einwohner-Dörfchen in Haunetal wird erneut zum Valley of Rock, mit lauter Musik, Bier, Campingplatz und allem, was sonst noch so zu einem ordentlichen Festival dazugehört.

Fast so ähnlich wie in Wacken, eine Gemeinde in Schleswig-Holstein, die bekannt ist für das Wacken Open Air, eines der größten Metal-Festivals der Welt ...

Wir haben mit einem der Haune-Rock-Organisatoren Sascha Ruppert vom Arbeitskreis Haune-Rock gesprochen, der das Festival 2017 gemeinsam mit seinem Team ins Leben gerufen hat.

Wacken oder Odensachsen – wo feiert es sich besser?

Sascha Ruppert: (lacht) Da ich ehrlich gesagt zwar schon oft bei Rock am Ring, aber noch nie in Wacken war, feiert es sich hier eindeutig besser. Es ist familiär, klein und das ganze Dorf ist dabei – außerdem kann ich in meinem eigenen Bett schlafen.

Ein Besuch beim Wacken Open Air steht in unserem Freundeskreis aber auf jeden Fall auf dem Plan, spätestens mit Mitte 40, wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind.

Die Premiere im vergangenen Jahr ist geglückt. Ist das zweite Haune-Rock-Festival nun ein Selbstläufer?

Ruppert: Nein, überhaupt nicht. Das erste Festival lief super. Wir haben keinen finanziellen Schaden erlitten und können für das erste Jahr durchweg zufrieden sein. Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen und können nun auf vorhandene Erfahrungen und Konzepte zurückgreifen, zum Beispiel, was das Thema Sicherheit betrifft.

Viel Arbeit macht die Organisation aber trotzdem, eigentlich ging es direkt nach der Premiere wieder weiter, obwohl ich meiner Verlobten versprochen hatte, jetzt wird es erst mal ruhiger.

Etwa 2700 Besucher wurden bei der Premiere und durchwachsenem Wetter insgesamt gezählt. Wie viele werden es dieses Jahr?

Ruppert: Ich hoffe, noch mehr. Denn auch das Line Up mit Torfrock und Massendefekt sollte einen großen Interessenkreis ansprechen. Wir rechnen mit etwa 1500 Besuchern am Freitag und 2000 am Samstag, je nach Wetter. Die meisten Tickets werden wohl wieder an der Abendkasse verkauft. Wir bieten diesmal anders als bei der Premiere auch Tageskarten an, das hatten sich viele gewünscht. Der Vorverkauf läuft genauso gut wie 2017, ohne konkrete Zahlen nennen zu wollen. Wir wollen aber definitiv noch mehr verkaufen.

Das heißt, auch die 4500 Liter Bier und die 1400 Würstchen werden getoppt?

Ruppert:Natürlich wird es wie im letzten Jahr wieder ausreichend Bier und Wurst geben, zusätzlich gibt es dieses Jahr eine Eis-Oase und eine Cocktail-Bar. Unglücklich und schade ist, dass das Weinfest in Bad Hersfeld nun am gleichen Wochenende stattfindet. Aber auch bei uns gibt es diesmal Wein.

Mit Massendefekt und Torfrock sind zwei durchaus bekannte und beliebte Headliner am Start. Worauf freuen Sie sich am meisten?

Ruppert: Die Musiker von Massendefekt haben wir neulich in Frankfurt getroffen, das wird sicher gut. Ich persönlich freue mich aber am meisten auf Blackout Problems, das ist die Band von meiner Verlobten und mir.

Und wer dürfte in Zukunft in Odensachsen auf der Bühne stehen, wenn Sie einen Wunsch frei hätten?

Ruppert:Ein absoluter Traum wären die Broilers. Auch Kraftklub nach Odensachsen zu holen, unvorstellbar! Und die Toten Hosen gehen immer. Finanziell ist das natürlich nicht realistisch. Aber unser Festival und die gute Organisation auch hinter der Bühne sprechen sich hoffentlich rum, und wer weiß ... Die Rodgau Monotones waren davon letztes Jahr jedenfalls begeistert.

Wie schaffen Sie es eigentlich, ein solches Festival sozusagen nebenbei auf die Beine zu stellen?

Ruppert: Gute Frage. Das läuft ja bei uns allen parallel zum Job und nimmt durchaus Zeit in Anspruch. Aber wir machen das ja freiwillig, sind gute Freunde, haben da Bock drauf und Spaß dran. Wir sind nun acht Leute im Arbeitskreis, stimmen uns bei regelmäßigen Treffen ab und verteilen die Aufgaben entsprechend. Neben dem Stammteam aus mir, Florian Ehrlich, René Bachmann, Mischa Eifert, Manuel Nuhn und Gerald Baumgardt unterstützen uns seit Anfang des Jahres Moritz Möller und Jan Weißenborn.

Ein riesiges Dankeschön gilt ausdrücklich auch allen Odensachsenern, denen wir die Veranstaltung im letzten Jahr quasi vor die Nase gesetzt haben. Es gab keine Beschwerden, ganz im Gegenteil. Die Camper wurden zum Kaffee eingeladen, und auch die Älteren haben der Musik gelauscht und das Treiben beobachtet. Ich weiß nicht, ob man das in jedem Dorf so machen könnte.

Zur Person: Sascha Ruppert

Sascha Ruppert (32 Jahre) hat nach dem Besuch der Gesamtschule Obersberg bei der Firma Stutz in Kemmerode Tiefbaufacharbeiter gelernt und anschließend das Fachabi in Bebra angehängt sowie die Technikerschule in Alsfeld. Inzwischen ist Ruppert Bauleiter bei der Bebraer Firma GUT Gleisunterhaltungstechnik GmbH. Im August heiratet er seine Freundin Jana Gnauert. Die beiden leben gemeinsam in Odensachsen. Ruppert spielt Fußball, geht gerne auf Konzerte, joggen und ins Kino. (nm)

Haune-Rock-Festival am 13. und 14. Juli:

Freitag, 13. Juli

Einlass: 15.30 Uhr 17 bis 18 Uhr: First Responder 18.30 bis 20 Uhr: Kopfecho  20.30 bis 22 Uhr The Rythem Torpedos 22.30 bis 0 Uhr: Blackout Problems 0.30 bis 1.45 Uhr: Mercury Falling

Samstag, 14. Juli Einlass: 12.30 Uhr 13.30 bis 14.30 Uhr: Rust Never Sleeps 15 bis 16.30 Uhr: 5th Avenue 16.45 bis 18.15 Uhr: The Free Electric Band 18.30 bis 20 Uhr: Mother’s Milk 20 bis 22 Uhr: Massendefekt 22.30 bis 0 Uhr: Torfrock

Tickets für das Haune-Rock 2018 gibt es im Onlineshop und bei folgenden lokalen Vorverkaufsstellen: Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, Dudenstraße 15 in Bad Hersfeld, Kreisanzeiger, Benno-Schilde Platz 2 in Bad Hersfeld, Brillenschmiede, Johannesstraße 18 in Bad Hersfeld, Edeka Fürstenberg, Stoppelerstraße 5 in Haunetal-Neukirchen.

www.haune-rock.de

Haune-Rock: Massendefekt sind letzter Headliner

Haune-Rock: Torfrock sind Headliner.

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