Es geht um die K45 und den Bach - Bürgermeister Gerd Lang: „Viele Variablen“

Rhina: Ausbau und Sanierung beschäftigen Verwaltung und Bürger

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Seit etwas mehr als einem Jahr gesperrt: Eine Fußgängerbrücke über den Rhinabach.

Rhina. Der geplante Ausbau der Kreisstraße 45 im Haunetaler Ortsteil Rhina und die Sanierung des Rhinabachs sind ein Thema, das schon seit geraumer Zeit diskutiert wird.

Es beschäftigt sowohl die Verwaltung als auch die Bürger.

In der jüngsten Haunetaler Gemeindeverwaltung kam das Thema nun erneut auf den Tisch, da die SPD-Fraktion eine entsprechende Anfrage gestellt hatte. Diese beinhaltete unter anderem den Vorwurf, dass die Gemeinde notwendige Ergebnisse zu Wasser und Kanal sowie zur Untersuchung der Brücken nicht vorgelegt habe, weshalb die Gemeinschaftsmaßnahme von Landkreis und Gemeinde auf 2021 verschoben worden sei. Das wies Bürgermeister Gerd Lang jedoch zurück, und er erklärte gleichzeitig: „Von einer Verschiebung ist uns nichts bekannt.“

Nach Auskunft des Landkreises seien im Haushalt 2020 für Planungsleistungen 50 000 Euro veranschlagt, die für den Ausbau der K 45 genutzt werden könnten, im Haushalt 2021 seien für den Ausbau einschließlich Sicherung des Rhinabaches 500 000 Euro eingestellt. Es habe auch keine Terminvorgaben seitens des Landkreises für das Gemeinschaftsprojekt gegeben. „Im Haunetaler Haushalt wurden für 2018 und 2019 jeweils 10 000 Euro eingestellt, für die Jahre 2020 und 2021 sind es jeweils 250 000 Euro“, so Lang.

Lang räumte allerdings ein, dass das Ganze ziemlich aufwendig sei, das betreffe die zusammenhängende Planung ebenso wie die Umsetzung, bei der es einiges zu bedenken gebe – bei einer Renaturierung beispielsweise die Breite des Baches, die dann wiederum etwa die Gestaltung der Gehweganlagen beeinflusse. „Es gibt viele Variablen“, fasste der Bürgermeister zusammen. Zudem habe man Probleme, Firmen für die Planung zu finden.

Eine der Fußgängerbrücken über den Rhinabach ist seit August 2017 gesperrt.

Der Ortsbeirat sei bisher zu allen Ortsterminen eingeladen gewesen, berichtete Lang weiter, wobei das Thema auch in den Ortsbeiratssitzungen stets präsent sei.

Sobald alle Untersuchungsergebnisse – zur Wasserrahmenrichtlinie, Eigenkontrollverordnung und Brückenbegutachtung – vorlägen, würden entsprechende Sanierungsplanungen erstellt, so Lang. „Das heißt, dann wird ein Planungsbüro beauftragt, das die Gemeinschaftsmaßnahme mit Hessen Mobil unter Einbeziehung des Landkreises zunächst plant.“

„Wenn mögliche Planungsvarianten erarbeitet sind, werden Ortsbeirat und Anlieger in gewohnter Art und Weise informiert“, versprach der Bürgermeister.

Auch zu Fördermöglichkeiten sei erst Konkreteres zu sagen, wenn die Planungen weiter fortgeschritten seien.

Jürgen Leimert als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD und Mitglied im Ortsbeirat, war mit der Beantwortung der Anfrage nicht komplett zufrieden. Er vermisse einen konkreten Zeitplan und etwas mehr Engagement. (nm)

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