Projekt drohte zu scheitern

Pfarrstelle mit Spenden weiter gesichert

Ersatz für das alte Foto ohne Grün zum Bericht über die Patronatskirche von Wehrda: Große Patronatskirche von Wehrda mit geschichtsträchtigem Kirchplatz.
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Die Kirche in Wehrda.

Ein Viertel der Pfarrstelle der evangelischen Kirchengemeinde Wehrda-Rina soll für weitere fünf Jahre (2022 bis 2027) durch Spenden finanziert werden.

Über Wochen haben sich die Mitglieder des Kirchenvorstands und des Förderkreises Kirchenretter Gedanken gemacht, diskutiert und Argumente ausgetauscht. Es ging um die Zukunft der teils durch Spenden finanzierten Pfarrstelle in der evangelischen Kirchengemeinde Wehrda-Rhina (wir berichteten). Jetzt ist entschieden: Ein Viertel der Pfarrstelle soll für weitere fünf Jahre (2022 bis 2027) durch Spenden finanziert werden. Das teilt Pfarrerin Ann-Cathrin Fiß mit. Es war keine leichte Entscheidung, heißt es.

Auf der Gemeindeversammlung am 10. März sei klar geworden: Viele aus der Gemeinde halten es für wichtig, einen Pfarrer vor Ort zu haben, aber nur wenige sind bereit, sich auch dafür zu engagieren. Ausschlaggebend für die Entscheidung, das Projekt fortzuführen, seien letztlich die neuen Spendenzusagen gewesen, die nach der Gemeindeversammlung gemacht wurden. Es werde allerdings auch weiterhin eine große Herausforderung für die Engagierten sein, vor allem junge Menschen für das Projekt zu begeistern. Momentan sind es vor allem die älteren Gemeindeglieder, die den Hauptteil der Spendensumme tragen, so Fiß.

Es sei dem Kirchenvorstand und auch den Kirchenrettern klar, dass sie mit wenigen Menschen ganz viel auf die Beine stellen, wovon die gesamte Gemeinde profitiert. „Aber nur so, da sind sich alle einig, gibt es eine Chance, das Gemeindeleben lebendig zu halten und noch mehr Menschen für die Sache zu gewinnen. Die kleinen Dörfer haben schon so viel verloren, da muss wenigstens die Kirche vor Ort bleiben und den Menschen ein geistliches und gemeinschaftliches Zuhause bieten“, heißt es in Fiß’ Mitteilung. Das Team von Kirchenrettern und Kirchenvorstand möchte die Herausforderung annehmen und wird auch weiterhin für den Erhalt der Pfarrstelle vor Ort kämpfen.

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