Marode Landesstraße

Oberstoppel: Straßensanierung in weiter Ferne

Ortstermin: „Dies ist eine Landesstraße!“ betonen Jürgen Leimert, Torsten Warnecke, Martin Grünke, Ortsvorsteher Rainer Rest, Hein-Peter Möller und Erich Bachmann (von links). Foto: Warnecke/nh

Oberstoppel. Der Unmut über den  schlechten Zustand der Ortsdurchfahrt Oberstoppel ist nicht neu. Aufgeben wollen die Haunetaler Politiker und der Abgeordnete Warnecke aber nicht.

Eine Ortsbesichtigung machte den schlechten Zustand der Landesstraße 3431 kürzlich überdeutlich, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Landtagsbgeordneten Torsten Warnecke. Der Vorsitzende der Haunetaler SPD-Fraktion Hein-Peter Möller, die Fraktionskollegen Jürgen Leimert und Erich Bachmann, Ortsvereinsvorsitzender Gerhard Kauffunger und Vorstandsmitglied Martin Grünke, Ortsvorsteher Rainer Rest und Warnecke informierten sich zudem über den Stand der Maßnahmen.

Verkehrsminister Al-Wazir hatte laut des SPD-Abgeordneten Warnecke darauf hingewiesen, dass die Ortsdurchfahrt Oberstoppel im Zuge der L 3431 wegen zu geringer Dringlichkeit nicht in die Sanierungsoffensive des Landes aufgenommen wurde. Die Kriterien seien Verkehrssicherheit, Verkehrsqualität, Verkehrsbedeutung, Wirtschaftlichkeit und Umfeldsituation. „Diese Landesregierung sieht somit vor 2022, denn so weit reicht die Offensive, keine Sanierung in Oberstoppel vor“, betonte Warnecke.

Bei Hein-Peter Möller stößt dies auf völliges Unverständnis. Seien doch bereits 1995 Gespräche zwischen der Gemeinde Haunetal und dem damaligen ASV Eschwege geführt worden, die das Ziel hatten, 1999 mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt wegen der Unübersichtlichkeit und Gefährdung für Fußgänger zu beginnen. Dann jedoch fehlte anscheinend das Geld. 2004 wurde der Gemeinde schließlich mitgeteilt, dass die Ortsdurchfahrt zu den dringlichen Maßnahmen gehört, die mittelfristig anstünden. Mit dem Planverfahren sollte 2007 begonnen, ein Vorentwurf 2010 vorgelegt und das Verfahren dann im folgenden Jahr abgeschlossen werden.

Ortsvorsteher Rainer Rest wies beim aktuellen Ortstermin auf bereits völlig zerbröselten Asphalt hin, unter dem sich bereits der Schotter zeigt. Weder ein Gehweg noch eine ebene Fahrbahndecke sind im Straßenzug vorhanden. „Dass die bestehende Verkehrsgefährdung und der schlechte Straßenzustand noch fünf weitere Jahre bleiben soll, ist nicht akzeptabel,“ so Rest. Schließlich habe bereits 2010 eine Vorplanung des ASV Eschwege vorgelegen mit Vorschlägen zur Fahrbahnbreite, beidseitig befahrbarer Rinne, einseitig überfahrbarem Gehweg, Schrammbord gegenüberliegend. Der Gemeinde Haunetal sei all dies seinerzeit vorgestellt worden. Konkrete Planungen in der Vergangenheit habe der Minister gegenüber Warnecke aber nun verneint. Dieser will dranbleiben und weitere Informationen zur Sachlage einholen.

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