Zu viele Bewerbungen für Förderprogramm 

Warteschleife: Noch kein Geld für geplante Kita-Erweiterung in Neukirchen

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Noch ist kein Baustellenfahrzeug in Sicht: Die geplante Erweiterung der Kita in Neukirchen verzögert sich. In dem Bereich Richtung Wald soll ein zweigeschossiger Anbau entstehen. 

Eigentlich hätte mit der Erweiterung der Haunetaler Kindertagesstätte in Neukirchen längst begonnen werden sollen. Doch ohne Fördergeld vom Land geht nichts.

Und diesbezüglich heißt es derzeit weiter: abwarten.

Geplant sind ein Umbau im Innenbereich und zwei neue Anbauten an das bestehende Gebäude, um so Platz für eine weitere Krippengruppe für Unterdreijährige und eine neue altersübergreifende Gruppe zu schaffen. Ein eingeschossiger Anbau für die neue altersgemischte Gruppe soll im Eingangsbereich entstehen. Ein zweigeschossiger Anbau ist im hinteren Bereich Richtung Wald geplant, verbunden mit einer Verbesserung der Fluchtwegsituation (wir berichteten bereits ausführlich).

Für die umfangreichen Umbauarbeiten im Innenbereich sollten eigentlich die Wintermonate genutzt werden, hieß es im Sommer 2019. Mit den Anbauten sollte es jetzt im Frühjahr weitergehen. Damit die Bauarbeiten während des laufenden Betriebs geschehen können, sollen zwei Gruppen zeitweise in die benachbarte Grundschule ausweichen.

An den Plänen hat sich laut Bauamtsleiter Jörg Schuhmann, der als Architekt auch für die Pläne verantwortlich war, derweil nichts geändert, sie ließen sich nur derzeit nicht umsetzen.

Geplant wurde mit rund 650 000 Euro Gesamtkosten, davon sollten rund 570 000 Euro im Rahmen des Investitionsprogramms Kinderbetreuungsfinanzierung 2018 bis 2020 gefördert werden, für das der Bund dem Land Hessen Geld zur Verfügung stellte. Weil aber nicht nur die Marktgemeinde Haunetal, sondern offenbar insgesamt auch zu viele andere Kommunen entsprechende Anträge stellten, reichte die vorgesehene Gesamtsumme nicht aus. Nun soll das Programm vom Land aufgestockt und bis 2024 verlängert werden, sodass für Haunetal weiter Hoffnung besteht. „Wir haben den Antrag im Sommer 2019 gestellt. Er wurde geprüft, aber noch nicht genehmigt“, erklärt Schuhmann. Leider könne man derzeit nichts tun außer warten, auch eine Prognose sei kaum möglich.

Allerdings gebe es vom Hessischen Städte- und Gemeindebund (HSGB) die Empfehlung, dass Kommunen, die bereits Anträge gestellt haben, vorrangig bedacht werden. „Wir hoffen nun, dass das so umgesetzt wird“, sagt Schuhmann.

Die Elternbeiräte seien überdies schon vor längerer Zeit über den Stand der Dinge informiert worden.

Sozusagen als Zwischenlösung wurde mittlerweile übergangsweise eine altersübergreifende Gruppe für Zwei- bis Sechsjährige im Gruppenraum „Bienenstock“ eingerichtet. Diese Gruppe nutzt solange den Bewegungsraum der Kita. Grund für diesen Tausch ist laut Bauamtsleiter, dass die jüngeren Kinder nicht im Obergeschoss untergebracht werden können. (nm)

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