Forderung aus dem Haunetal

Neue Schnellbahnstrecke: Weitestgehende Tunnelung

Wenn schon, dann Tunnels: Beim Info-Abend der Bürgerinitiative „Neue Bahntrasse Haunetal“ in Odensachsen Klaus Renschler Stellung. Foto: Thomas Landsiedel

Odensachsen. Wenn die neue Schnellbahntrasse Fulda-Gerstungen schon durch das Haunetal führen muss, dann bitte in Tunnels: Das fordert die Bürgerinitiative. 

Die Vision einer Schnellbahntrasse, die mit Tempo 200 durchs beschauliche Haunetal führen könnte, hatte am Freitag abend trotz des Handball-WM Halbfinales gegen Norwegen zahlreiche Interessierte zu einer Info-Veranstaltung der Bürgerinitiative Bahntrasse Haunetal ins DGH Odensachsen geführt.

Klaus Renschler von der Hauntaler Bürgerinitiative berichtete vom Beteiligungsforum des Bahnprojekts Fulda-Gerstungen. Bekanntlich plant die Deutschen Bahn AG, im Rahmen des „Zukunftsbündnis Schiene“ die Verbindung Frankfurt-Fulda-Erfurt als ICE-Strecke auszubauen und damit die Fahrzeit zwischen Fulda und Erfurt von derzeit 74 Minuten auf 62 Minuten zu verkürzen.

Dazu ist eine „Aus- und Einfädelung“ aus der Bestandsstrecke Fulda-Kassel erforderlich. Bei dem nicht nur vom „Aktivbündnis für Waldhessen“ befürworteten Erhalt von Bad Hersfeld als ICE-Standort stünde der Betriebsbahnhof Langenschwarz als Ausfädelungspunkt quasi fest. Damit wären Teile des Haunetals sowie Hauneck vom Trassenneubau betroffen.

ICE-Halt in Bad Hersfeld muss bleiben

Dr. Paul Niewerth, Sprecher des „Aktivbündnis für Waldhessen“, dem auch die Haunetaler Bürgerinitiative angehört, sprach sich deutlich für den Erhalt von Bad Hersfeld als ICE-Halt, der für Pendler und Region gleichermaßen wichtig sei, aus: „Ein Entscheid für Eisenach würde unsere Region nicht nur wirtschaftlich abkoppeln“. Weiterhin kündigte er an, dass sich das Aktivbündnis energisch für den Lärmschutz einsetzen werde: „Wir können das Projekt nicht verhindern, aber für Schadensbegrenzung kämpfen“. Dazu gehöre, wie Niewerth betonte, nicht nur die weitestgehende „Tunnelung“ der neuen Trasse, sondern auch die Verbesserung des Lärmschutzes der Bestandsstrecken.

Weitere Infos zum Schnellbahntrassen-Projekt und dem Beteiligungsforum unter www.fulda-gerstungen.de.

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