Freiwillige Helfer und Spender machten es möglich

Neue Orte der Begegnung in Neukirchen

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Platz der Begegnung: Mit viel ehrenamtlichem Einsatz ist der neue Treffpunkt entstanden, der jetzt offiziell übergeben wurde.

Einen neuen Treffpunkt gibt es dank freiwilliger Helfer und Spenden seit kurzem in Neukirchen. Außerdem konnte der neue Jugendraum übergeben werden. 

Einen attraktiven Platz der Begegnung gibt es jetzt in Neukirchen an der Ecke Haupstraße/Stoppelerstraße. Er ist von Mitgliedern des Ortsbeirates in sechs intensiven Arbeitseinsätzen und etwa 200 Arbeitsstunden von einer unscheinbaren Rasenfläche mit Pflanzreihen und Blumenbeeten, befestigten Flächen mit ebenerdigen Zugängen und zwei eleganten Bänken zu einem Ruhe- und Begegnungsplatz gestaltet worden.

Ortsbeiratsmitglied Alois Wörndl beschrieb den Werdegang des Projektes und würdigte vor allem den Einsatz von Projektleiter Christian Schelleis, der als Landschaftsgärtner die fachlichen Kenntnisse einbrachte. Ein Dank galt weiteren freiwilligen Helfern und den Spendern der beiden Bänke, nämlich der Ortsgruppe des DRK, Jens Fürstenberg vom Edeka-Markt und der VR-Bank Nordrhön.

Wörndl nannte das Zusammenwirken von Initiativgruppe, Helfern und Spendern zusammen mit der Unterstützung durch die Gemeinde, die hier vor allem Maschinen und Materialien zur Verfügung stellte, als gute Grundlage für ein erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt. Ein Name für den Platz wird noch gesucht.

Ebenfalls übergeben wurde der neue Jugendraum. Mark Eigenbrod, der sich seit Jahren für die Schaffung eines Raumes für die Jugend eingesetzt hatte, erläuterte den mühsamen Weg zu einem eigenen Jugendtreffpunkt im Ort.

Ein eigenes Reich im Container: Der Weg zu einem Jugendtreff in Neukirchen war lang und schwierig.

Ein erster Meilenstein war die großzügige Spende eines Neukirchners, welche die Suche nach einem Jugendraum wieder ins Rollen brachte, ein weiterer war die Idee eines Haunetaler Unternehmers, der nach der vergeblicher Suche nach einem geeigneten Raum die Idee von Containern einbrachte und auch gleich deren kostenlosen Transport und die Aufstellung zusagte. Viel Aufwand war erforderlich, bis alle baurechtlichen Probleme gelöst waren und die zwei Container schließlich in einer Ecke auf der Neukirchener Festwiese aufgestellt werden konnten.

Finanziert wurden sie aus den Überschüssen der 750- Jahrfeier des Ortes; weitere Dienstleistungen und Kosten für die baurechtlichen Klärungen und die Versorgungsanschlüsse hat die Gemeinde übernommen. Mit der Unterstützung von Vereinen und Gremien, den Arbeitseinsätzen fachlich versierter Neukirchener und Sachspenden von Mitbürgern wurde aus zwei kahlen Containern ein gemütlicher Aufenthaltsort mit Stube und Theke sowie einer Toilette, einem regensicheren Dach und einer großen gepflasterten Terrasse.

Eigenbrod, der die Neukirchner Jugendlichen auf ihrem Weg zum eigenen Jugendraum bis heute betreut, wies stolz darauf hin, dass die Jugendlichen bei fast allen Arbeiten mit Hand angelegt, vor allem den Innenausbau in Eigenregie umgesetzt und sich so ihr eigenes Reich geschaffen haben. Er äußerte aber auch sein Unverständnis, dass im diesjährigen Haushalt der Gemeinde für den Jugendraum kein Euro vorgesehen ist. Das sei angesichts einer noch fehlenden Heizung definitiv zu wenig.

Auch Wolfgang Schmidt vom Gemeindevorstand freute sich über die Eröffnung von zwei beispielhaften Gemeinschaftsprojekten in Neukirchen und drückte seine Anerkennung aus für das gute Zusammenwirken der Akteure. An der Theke und am Grill sorgten die Jugendlichen noch lange für das Wohlergehen der Gäste. (red/zac)

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