An der Ortsdurchfahrt

Kruspis: Verbotene Mauerkunst

Würde die graue Mauer in der Kruspiser Ortsdurchfahrt gerne von Kindern bemalen lassen: Ortsvorsteher Erich Bachmann. Doch Hessen Mobil hat Bedenken. Foto: Nadine Maaz

Kruspis. Eine bunte Mauer an der Ortsdurchfahrt in Krupsis? Das gefällt Hessen Mobil überhaupt nicht.

Was bei der 800+1-Jahrfeier gut aussah, könnte den Ort doch auch dauerhaft verschönern, dachten sich einige Kruspiser rund um Ortsvorsteher Erich Bachmann und Michael Battenberg. Sie wollen die graue Mauer entlang der Ortsdurchfahrt (Kreisstraße 25) von Kindern bemalen lassen. Doch Hessen Mobil sagt nein.

Beim Dorfjubiläum im Jahr 2017 hatten sich einige Jungen und Mädchen dort bereits mit wasserlöslicher Kreide als Nachwuchskünstler versucht.

Laut Hessen Mobil wurde die Stützwand erst 2017 nach Vorgaben der Bauwerksprüfung durch die Straßenmeisterei Bad Hersfeld instandgesetzt. Und aufgrund des Baujahres – 1962 – würden in den kommenden Jahren weitere Reparaturen erforderlich sein. Dazu zählten dann wahrscheinlich auch Fugensanierungen, wodurch die Bemalung zum Teil wieder zerstört würde. Weiterhin sei bisher unklar, ob die Farbe das Bauwerk beeinträchtigen könnte. „Insofern kann der Bemalung nicht zugestimmt werden“, heißt es in einer E-Mail an das Haunetaler Bauamt.

Zudem sei zu bedenken, dass eine Bemalung im öffentlichen Verkehrsraum offiziell Sicherungsmaßnahmen erforderlich machen würde. Auch Pressesprecher Joachim Schmidt betont: „Die Idee zur optischen Verschönerung der Stützwand begrüßen wir sehr. Grundsätzlich ist es uns sehr wichtig, dass der Bürger und insbesondere Kinder sich mit dem Straßenraum auseinandersetzen. Aus den genannten technischen Gründen können wir einer Bemalung aber leider nicht zustimmen.“

Erich Bachmann und Michael Battenberg können die Absage dennoch nicht nachvollziehen, sie wollen sich weiterhin für das Projekt einsetzen. Und auch Haunetals Bürgermeister Gerd Lang will die Hoffnung noch nicht aufgeben, vielleicht doch noch eine Lösung zu finden.

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