Genehmigungsantrag soll in wenigen Wochen eingereicht werden

Juwi plant vier Windkraftanlagen im Wehrdaer Wald

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Die Firma Juwi plant vier Windkraftanlagen im Privatwald in Wehrda: Projektleiter Martin Jeromin (links) und Pressesprecher Felix Wächter stellten das Vorhaben vor Ort vor. Im Hintergrund ist der Ende 2016 installierte Windmessmast zu sehen. 

Wehrda. Die für seltene Besucher verschlungenen Wege im Privatwald bei Wehrda kennen Martin Jeromin und Felix Wächter von der Firma Juwi inzwischen gut. Im dortigen Windvorranggebiet HEF 55 plant Juwi den Bau von vier Windkraftanlagen (HZ berichtete). In etwa vier bis fünf Wochen soll der Genehmigungsantrag beim Regierungspräsidium eingereicht werden.

Wehrda. Die für seltene Besucher verschlungenen Wege im Privatwald bei Wehrda kennen Martin Jeromin und Felix Wächter von der Firma Juwi inzwischen gut. Im dortigen Windvorranggebiet HEF 55 plant Juwi den Bau von vier Windkraftanlagen (HZ berichte). In etwa vier bis fünf Wochen soll der Genehmigungsantrag beim Regierungspräsidium eingereicht werden.

Die geplanten Stahlturm-Binnenlandanlagen mit der Typbezeichnung V 136 haben einen Rotordurchmesser von 136 Metern sowie eine Nabenhöhe von 149 Metern und sollen im Abstand von rund 500 bis 600 Metern zueinander errichtet werden.

Von der A 7 durch den Wald

Die Anlieferung für den Bau soll von der Raststätte Großenmoor an der A 7 direkt durch den Wald erfolgen. „Die Orte und Bürger werden also nicht belastet“, sagt Projektleiter Martin Jeromin. Asphaltiert werden müsse dafür im Wald nicht, mit Schotter verstärkte und verbreiterte Wege reichten aus, um die schweren Lasten zu tragen.

Vom Wegebau über die Rodung und die Herstellung von Kranstellplätzen bis hin zum Anlagenbau und deren Fertigstellung könne man mit einem Dreivierteljahr rechnen, erklärt Pressesprecher Felix Wächter.

Der Kabelanschluss ans Stromnetz müsste über das Umspannwerk in Buchenau erfolgen, wo zum Thema bereits eine Informationsveranstaltung stattgefunden hat. In der Marktgemeinde Haunetal ist noch nichts dergleichen geplant, entsprechende Einladungen würden aber gerne angenommen, betont Jeromin.

Von einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung Hohenwehrda spricht Grundeigentümer Deuthold von Gaudecker.

Erste Gespräche und Planungen hatte es schon 2010/2011 gegeben. Weil damals mit fünf Kilometern allerdings noch ein größerer Schutzradius für die Mopsfledermaus gegolten habe, seien die Planungen zunächst wieder eingestellt worden, so Jeromin. Inzwischen habe man neue Erkenntnisse gewonnen und der Schutzradius sei auf einen Kilometer verkleinert worden. In Sorge um die Mopsfledermaus ist die Interessengemeinschaft Rothenkirchen, die deshalb kürzlich ihre Kritik am Gebiet HEF 55 erneuert hat (wir berichteten).

Im Idealfall dauere ein förmliches Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung elf Monate, so Jeromin, aktuell befinde man sich im fünften Monat.

Selbst betreiben würde Juwi den Windpark später nicht, sondern ihn „schlüsselfertig“ verkaufen. Interessenten gibt es laut Jermonin und Wächter noch nicht, für derartige Gespräche sei es auch noch viel zu früh. „Eine solche Ansprache erfolgt frühestens, wenn die Genehmigung erteilt wurde und die Auflagen bekannt sind.“ Auch die Daten des Windmessmastes seien erst nach einem Jahr aussagekräftig. Für Juwi ist es nicht der erste Park im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Auch die Windkraftanlagen am Klosterstein in Ludwigsau sind von Juwi.

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