Anstoßfieber zum Jubiläum

111 Jahre FC 09 Neukirchen feierten die Haunetaler Narren

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Konfetti voraus: Die Kanone überzieht den Saal des Bürgerhauses mit den bunten Schnipseln.

Neukirchen – Kommen Konfettikanonen zum Einsatz, das Comedy-Duo Hilde und Schorsch auf keinen gemeinsamen Nenner und die Moccacinos in kurzen Hosen, dann ist wieder Karneval des FC 09 Neukirchen.

Dem Ruf der Narren waren am Samstagabend rund 280 Gäste in das Bürgerhaus Rustikana gefolgt. Zum 111. Geburtstag des Fußballvereins drehte sich auch der Karneval rund um das Motto „111 Jahre FCN, die 1 dreimal, am schönsten ist der Karneval“. Zum Auftakt des jecken Jubiläumsjahres eröffnete Elferratspräsident Dirk Henkel das tolle Treiben.

Bei der ersten Prunksitzung im Saal der Luftschlangen und des Konfettiregens schwelgten die Karnevalisten in Erinnerungen der Vereinsgeschichte. Und weil sie genau wissen wollten, wie es denn war, vor 100 Jahren, machten sich Dirk Henkel und Dietmar Rohrbach, in einer Zeitmaschine auf den Weg.

In einem „Taxi“ reisten die Vorstandsmitglieder zurück in das Jahr 1909. Unterwegs begegneten die Fastnachter Heinz Erhardt, besuchten das Stadion des BVB und besichtigten den ersten Mercedes-Stern. Auch das Ehepaar „Hilde und Schorsch“, alias Claudia Hofmann und Timo Lübeck, schwelgte in Erinnerungen, denn nach 27 Jahren Ehe sei statt einem aufregenden Liebesleben nur noch „turne bis zur Urne“ drin, so Schorsch.

Mit kritischem Blick schaute Lars Bolender auf sein Umfeld. Der Hofnarr nahm die Lokalpolitik auf den Arm. Besonders der Neukirchener Bürgerbus wurde zum Anstoß der Heiterkeit. Mit der Politik rechnete auch Thomas Gerlach ab. In seiner Büttenrede nahm der „Reporter“ die SPD, Angela Merkel und Greta Thunberg aufs Korn. Einen Platzverweis erhielt auch Bürgermeister Thomas Fehling, der nach dessen Essen nicht mehr in die Rede passe und die Thüringer FDP entkamen dem scharfzüngigen Redner nicht.

Weniger aufmerksam und etwas uninformiert war dagegen der Gast des Fußballclubs des Männerballett. Die Fans mussten sich mit einem „Zuschaueranfänger“, (Ralph Wernit) herumschlagen, der sich bei jedem „Einlauf“-Ruf schon bald einer medizinischen Untersuchung ausgesetzt sah. Ganz selbstbewusst und gar nicht unsicher zeigten sich dagegen die Elferratsfrauen. Mit Bierkästen bewaffnet zogen sie ein und jonglierten in bayrischen Hemden mit den Kisten. Zirkusreif wurde es auch beim Auftritt der SG Fußball aus Niederjossa, die mit Borat Badeanzug und 70er Jahre Sportoutfits auftraten.

In eine andere Zeit versetzte sich auch die Showtanzgruppe des FCN. Als Büroangestellte verkleidet träumten sich die Tänzerinnen an exotische Strände. Auch die Rhöngarde Eiterfeld überzeugte in glitzernden Kostümen. Ganz klassisch hielten es dagegen die kleine Garde mit den Tanzmäusen, die Gardetänzerinnen und das Funkenmariechen Emely Eigenbrod. Zum Abschluss sangen die Moccacinos, mit Timo Lübeck, Daniel Meesehn und Lukas Schornstein, der sonst am DJ-Pult stand.

Nach einer geforderten dritten Halbzeit versammelten sich alle Akteure noch einmal auf der Bühne und die Schmuseschlagerstars stimmten „Wo ist der Fasching am Schönsten- an der Haune“, an und ließen auch gleich eine Bombe platzen: „Am 22. August gibt es ein Moccacinos- Konzert“, versprach Sänger Lukas Schornstein. Und auch für die Karnevalisten war erst der Anfang gemacht, am 13. Februar geht es mit der Weiberfastnacht weiter und zwei Tage später findet die zweite Prunksitzung statt, für die es noch Karten zu kaufen gibt.

Mehr zum Karneval in der Region gibt es hier zu lesen. (kh)

Tolle Stimmung bei den Haunetaler Narren

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