Bauwerk aus dem Jahr 2014 ist jetzt komplett

Historische Steine sind zurück an der Haune-Brücke bei Neukirchen

Die historischen Sandsteine sind zurück an der Haune-Brücke zwischen Neukirchen und Holzheim: Präsentiert wurden sie jetzt von Thomas Hoppe (Straßenmeisterei), Helmut Ruppel (Helfer), Lothar Sabo (Initiator), Frank Schott (ehemals Bauamt Haunetal), Bürgermeister Gerd Lang und Peter Wöbbeking (Regionalbevollmächtigter Hessen Mobil, von links). Die Diensttreppe darf eigentlich nur von Hessen-Mobil-Beschäftigten genutzt werden.
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Die historischen Sandsteine sind zurück an der Haune-Brücke zwischen Neukirchen und Holzheim: Präsentiert wurden sie jetzt von Thomas Hoppe (Straßenmeisterei), Helmut Ruppel (Helfer), Lothar Sabo (Initiator), Frank Schott (ehemals Bauamt Haunetal), Bürgermeister Gerd Lang und Peter Wöbbeking (Regionalbevollmächtigter Hessen Mobil, von links). Die Diensttreppe darf eigentlich nur von Hessen-Mobil-Beschäftigten genutzt werden.

Nach dem Neubau der Haune-Brücke zwischen Neukirchen und Holzheim sind jetzt die historischen Sandsteine dorthin zurückgekehrt.

Die historischen, in Sandstein gemeißelten Zeugnisse zu erhalten, das war Lothar Sabo schon beim Bau der neuen Haune-Brücke zwischen den Haunetaler Ortsteilen Neukirchen und Holzheim im Jahr 2014 ein großes Anliegen. Nun sind die zuletzt in einer Scheune der Gemeinde eingelagerten Steine endlich zurück.

Frank Schott, der nicht nur selbst in Neukirchen lebt, sondern bis 2016 auch im Bauamt der Marktgemeinde tätig war, hatte sich dem Vorhaben vor gut anderthalb Jahren als Privatmann wieder angenommen, im vergangenen Jahr störten dann allerdings die Bauarbeiten an der nahe gelegenen Bahn-Brücke, „und auf ein Jahr mehr oder weniger kam es nun auch nicht mehr an“, wie Frank Schott nun bei der „Taufe“ der Steine freimütig erklärte.

Gemeinsam mit Helmut Ruppel hat er die steinernen Zeitzeugnisse gereinigt und so bearbeitet, dass sie in den dafür vorgesehenen Rahmen passten, und in Absprache mit Hessen Mobil schließlich am Widerlager der Brücke angebracht.

Ganz oben in dem einem Schaukasten ähnelnden etwa 1,10 Meter mal 90 Zentimeter großen Rahmen ist die erste Sandsteinbrücke zu sehen, die immerhin von 1570 bis 1957 über die Haune führte. Der Steinkopf links darunter sollte laut Lothar Sabo wohl an einen jüdischen Händler aus Rhina erinnern, der während des Baus der ersten Brücke von einem Schwupp genannten Behelfssteg stürzte und ertrank. Rechts in der Mitte befindet sich der Stein mit der Inschrift „1957 Landkreis Hünfeld“. Und um die rechteckige Form zu ermöglichen, ist unten rechts noch ein Motiv der zweiten Brücke hinzugefügt worden, die schließlich von 1957 bis 2014 genutzt wurde.

„Wir unterstützen solche Aktionen gern, haben selbst aber nicht die Mittel und Möglichkeiten dafür“, sagte Peter Wöbbeking, Regionalbevollmächtigter bei Hessen Mobil, beim Fototermin. Von einer guten Entscheidung sprach auch Bürgermeister Gerd Lang, verbunden mit einem Dankeschön an die ehrenamtlichen Helfer. „Es sieht sehr schön aus“, lobte er das Ergebnis.

Zufrieden damit zeigte sich denn auch Lothar Sabo als Initiator und Bewahrer.

Nun denke man außerdem darüber nach, eventuell noch eine Informationstafel mit Wissenswertem zur Historie der Haune-Brücke am Rastplatz am vorbeiführenden Radweg aufzustellen. nm

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