Gemeinsame Jahreshauptversammlung

Haunetaler Feuerwehren: Viele helfende Hände nötig

Verabschiedet: Der nicht mehr als stellvertretende Gemein dejugendfeuerwehrwartin kandidierenden Tanja Rathke dankten Gemeindebrandinspektor Daniel Streibler und Bürgermeister Gerd Lang (rechts). Foto: Wilfried Apel

Neukirchen - Von erfreulichen Zuwächsen berichtete Gemeindebrandinspektor Daniel Streibler bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Haunetaler Feuerwehren. 

Die Haunetaler Feuerwehrleute sind nicht nur die Ersten, wenn es vor Ort brennt oder zu Unglücksfällen kommt. Sie sind im Landkreis auch bei den Jahreshauptversammlungen ganz vorne mit dabei.

Beim diesjährigen Treffen berichtete Gemeindebrandinspektor Daniel Streibler im Neukirchener Bürgerhaus von erfreulichen Zuwächsen bei den 197 Aktiven (plus zwei), den 34 Jugendfeuerwehrleuten. (plus sieben) und bei der Alters- und Ehrenabteilung (plus drei), aber auch von einem alle Wehren fordernden Anstieg der Einsätze von zwölf auf 26, darunter neun Brandeinsätze und zwölf technische Hilfeleistungen. Alles in allem seien gut 951 Einsatzstunden geleistet worden. Darüber hinaus sei bei elf Veranstaltungen für Brandsicherheit gesorgt worden.

Als erfreulich bezeichnete es der Wehrdaer, dass verschiedenste Beschaffungen getätigt wurden, dass die Wettkämpfe der Jugendfeuerwehren das Highlight des Gemeindefeuerwehrtages waren und dass der Landrat erstmals zu einem Kreisehrenamtstag eingeladen habe. Wenig Verständnis brachte er allerdings dafür auf, dass es immer wieder vorkomme, dass nicht alle Wehren bei den Sitzungen des Wehrführerausschusses vertreten seien und dass nicht immer und überall Melder getragen werden. „Vor allem tagsüber wird im Einsatzfall jede helfende Hand benötigt!“, unterstrich Streibler. Ähnlich äußerte sich sein Stellvertreter Markus Rathke mit Blick auf die Einsatzfähigkeit der Atemschutzgeräteträger.

Beförderte und ausgezeichnete Einsatzkräfte der Haunetaler Feuerwehren mit Offiziellen.

Die Arbeit der Jugendfeuerwehren beleuchtete Gemeindejugendfeuerwehrwart Sven Meißner. Besonders gut angekommen seien die Besichtigungstour und das Berufsfeuerwehrwochenende, bei dem der Nachwuchs einmal mehr Tag und Nacht bei der Feuerwehr verbracht habe. Meißners Vertreter ist ab sofort Stephan Henning, den die Versammlung einstimmig zum Nachfolger der nicht mehr kandidierenden Tanja Rathke wählte. Sowohl Meißner als auch Henning dürften sich darüber freuen, dass an einer Gründung eines Jugendfeuerwehr-Fördervereins gearbeitet wird, für den sich GBI Streibler recht viele Mitglieder und Spenden wünscht.

Bürgermeister Gerd Lang übermittelte den Feuerwehrleuten den Dank der Gemeindegremien „für den selbstlosen Einsatz für die Mitmenschen und das Gemeinwohl“. Auch wenn die Marktgemeinde sparen müsse, seien doch so viele Haushaltsmittel eingeplant, dass 2019 ein Löschfahrzeug 10 KAT-S für die Wehr Neukirchen und 2020 ein Tragkraftspritzenfahrzeug für die Wehr Schletzenrode/Wetzlos/Stärklos angeschafft werden könnten. Darüber hinaus zollte Lang der Arbeit der engagierten Jugendfeuerwehrbetreuer großen Respekt.

Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar betonte in ihrem Grußwort, dass es im ländlichen Raum „keine Alternative zu einer funktionierenden, personalgesunden Freiwilligen Feuerwehr“ gebe, die einer Kommune jährlich mindestens 2,5 Mio. Euro Personalkosten erspare. Grüße und Dankesworte übermittelten außerdem Kreisbrandmeister Udo Mohr und – fraktionsübergreifend – Gemeindevertreter Timo Lübeck.

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