Brücke  bei Odensachsen ist baufällig

Haunetal-Radweg mit Hindernissen

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Keine Überfahrt: Der Holzsteg über die Haune im Verlauf des gleichnamigen Radwegs zwischen Hermannspiegel und Odensachsen ist derzeit wegen Mängeln am Bauwerk gesperrt. Haunetals Bürgermeister Gerd Lang verspricht aber einen Ersatz mit etwas anderer Konstruktion noch rechtzeitig für diese Saison.

Die Brücke zwischen Hermannspiegel und Odensachsen am Haunetalradweg ist gesperrt. Radfahrer müssen eine Umleitung nehmen. 

Nicht nur das anhaltend sonnige Wetter der vergangenen Wochen, sondern auch die Abstandsempfehlungen zur Corona-Pandemie, lassen zunehmend mehr Radfahrer in den Sattel steigen. Diesem Trend zufolge bevölkerten am Pfingstwochenende unzählige Pedaltreter aller Generationen auch den Haunetal-Radweg.

Doch für Ortsfremde hieß es an der Haunebrücke zwischen Hermannspiegel und Odensachsen erst einmal Stop. Barrieren auf beiden Seiten verhinderten die Überquerung des Flusses. Denn gemäß einer Meldung der Hersfelder Zeitung vom 5. Mai wurden bei einer Bauwerksprüfung erhebliche Mängel an der Konstruktion festgestellt, sodass der Holzsteg vorerst gesperrt werden musste. Über den weiteren Verlauf werde in den Gremien beraten, hieß es in dem Einspalter zudem.

Laut aktueller Nachfrage bei der Gemeinde Haunetal wird die Brücke nun baldmöglichst wieder instand gesetzt. Die Radroute sei dann noch rechtzeitig in dieser Saison wieder durchgehend befahrbar, bestätigt Bürgermeister Gerd Lang.

Die inzwischen eingerichtete Umleitung auf einem etwas holprigen Wirtschaftsweg führt jedoch um Odensachsen herum. Der Ortsteil ist von Norden her aber auf Hälfte der Umfahrungsstrecke über einen Verbindungsweg direkt erreichbar, der allerdings entsprechend ausgeschildert werden müsste.

Weiter auf dem Haunetal-Radweg in südlicher Richtung gibt es westlich von Neukirchen eine Alternativstrecke mit abschnittweise grobem Basaltschotterbelag, den die Radlerzunft gerne besser befestigt hätte. Für diesen schon seit längerem geäußerten Wunsch sieht Gerd Lang bei der gegenwärtigen Haushaltslage jedoch keine Chancen. Die Route sei nun mal durch Neukirchen ausgeschildert.

Dafür favorisiert der Bürgermeister die Verlängerung des asphaltierten Radstreifens ab Rhina entlang der B27 bis zum Standort des früheren Ausflugslokals „Sennhütte“. Gegenwärtig verläuft dieser Streckenteil für circa 1,8 Kilometer über einen Forstweg, der beim Befahren die ganze Aufmerksamkeit des Radlenkers erfordert. Deshalb bemüht sich Bürgermeister Lang, den Abschnitt ins Ausbauprogramm Bundesstraßen begleitender Radwege zu bringen. Denn dazu übernähme der Bund komplett die Kosten für Ausbau und Unterhaltung.  ha

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