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Haunetal ist neuer Förderschwerpunkt im Dorfentwicklungsprogramm

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Freude über die Anerkennung Haunetals als neuer Förderschwerpunkt des Dorfentwicklungsprogramms: Ministerin Priska Hinz überreichte den Bescheid gestern an Bürgermeister Gerd Lang. Links Jörg Schuhmacher, Leiter der Bauverwaltung, rechts Martina Allmeroth-Akien, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses. Das vollständige Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuz rechts oben klicken.

Morschen/Haunetal. Zu einer möglichst breiten Bürgerbeteiligung am Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen hat die zuständige Ministerin Priska Hinz in Morschen aufgerufen.

Im Kloster Haydau überreichte sie am Rande des Festaktes zur Gründung der Akademie für den ländlichen Raum Anerkennungsbescheide für die Dorfentwicklung an Gilserberg, Hatzfeld, Hofgeismar, Haunetal und Alsfeld. Das Dorfentwicklungsprogramm hat nach den Worten der Ministerin das Ziel, „die Kommunen im ländlichen Raum als attraktiven und lebendigen Lebensraum zu erhalten und auszubauen“.

Hinz sagte, auch kulturelle Entwicklungen seien nötig, um die Städte und Gemeinden attraktiver zu machen. „Wichtig ist, die Bürger zu beteiligen, damit die Bürger die Projekte gemeinsam tragen und sich damit auch identifizieren“, betonte die Ministerin in einer Feierstunde. Gekommen waren Abordnungen aus den Städten und Gemeinden, die nun neu gefördert werden.

Es lohne sich, sagte Hinz, dass die Kommunen auf ihre Bürger zugehen und sie in das Programm einbinden, und das Engagement auch abrufen. Den neu ins Programm aufgenommenen Kommunen bescheinigte sie Ehrgeiz und Tatendrang. „sonst hätten Sie ja die Anträge nicht gestellt“.

Nach Angaben der Ministerin leben etwa die Hälfte der Hessen im ländlichen Raum, der 85 Prozent der Landesfläche ausmache. Mit dem Dorfentwicklungsprogramm könne man gezielt kleinere Städte und Gemeinden fördern, die attraktiv und lebenswert bleiben und ihre Einwohner halten wollen. Die Kommunen seien aufgrund ihrer qualifizierten Antragsunterlagen für das Förderprogramm ausgewählt worden. Ortskerne stünden im Mittelpunkt, weil sie die Identität mit ihrer Baukultur maßgeblich prägten und überwiegend Zentrum des Lebens seien.

Mit den neu aufgenommenen Kommunen sind nunmehr 127 Dorfentwicklungsschwerpunkte mit 780 Orts- und Stadtteilen in der Förderung, sagte die Ministerin. Dafür stünden in den nächsten Jahren 27 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.

Die neu anerkannten Städte und Gemeinden seien auch Teil einer Leader-Region, dort werde die nachhaltige Entwicklung „gekonnt zusammengeführt!, sagte die Ministerin. Nach ihren Angaben möchten die neu aufgenommenen Kommunen „die bürgerschaftlichen Aktivitäten in allen Bereichen stärken, die Vitalisierung der Ortskerne durch konsequente Innenentwicklung vorantreiben und angepasste Nahversorgungssysteme für alle Orts- und Stadtteile aufbauen. Ein Flächen- und Leerstandsmanagement werde aufgebaut, die Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren würden verbessert. Alle Altersgruppen sollten sich in ihrer Heimatgemeinde wohlfühlen.

Von Manfred Schaake

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