An einem Strang ziehen

Haunetal: Auftaktveranstaltung zur kommunalen Entwicklung

Angeregt diskutiert wurde bei der Auftaktveranstaltung für das IKEK-Förderprogramm. Die Gemeinde Haunetal bekommt Fördermittel für die Entwicklung der Kommune Foto: Brunhilde Miehe

Gemeinsam an einem Strang ziehen: Darum ging es in der Auftaktveranstaltung zum integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) für Haunetal.

Die Gemeinde hatte sich als eine von vier Kommunen des Landkreises um die Aufnahme in das Förderprogramm beworben und bekam den Zuschlag.

„Alle 15 Ortsteile sollen erstmals einvernehmlich zusammen einbezogen werden, vom größten Ortsteil Neukirchen bis zum kleinsten Ortsteil Hermannspiegel mit 31 Einwohnern“, sagte Bürgermeister Gerd Lang. 80 Bürger waren gekommen. „Gemeinsam an einem Strang ziehen“ – darum gehe es.

Haunetal hatte im vergangenen Sommer den Bewilligungsbescheid bekommen. Die Gemeinde tat sich daraufhin mit professionellen Beratungsbüros zusammen. Eine Steuerungsgruppe unter der Leitung von Jörg Schuhmann (Leiter der Bauverwaltung Haunetals) wurde formiert, die die öffentliche Auftaktveranstaltung vorbereitete.

Als Projektleiterin führte dann Kirsten Steimel von der Beratungsfirma Regio Trend, Büro für Regionalentwicklung aus Gießen, in das Vorhaben ein. Ziel sei es, Strategien für die kommunale Entwicklung von Haunetal zu erarbeiten und diese anzugehen.

Ursula Roller vom Fachdienst Ländlicher Raum (Sachgebiet Dorf- und Regionalentwicklung) des Landkreises sagte, dass nur eine Kommune pro Landkreis bei IKEK berücksichtigt werden kann. Haunetal sei unter anderem aufgrund der Vielfalt der Kulturdenkmäler ausgewählt worden. Sie sprach darüber, wie man den Leerstand und die Umnutzung von Gebäuden angehen kann.

Henriette Klinghart von Regio Trend fügte hinzu: Man müsse darüber reden, wie man sich die Entwicklung Haunetals in den kommenden zehn Jahren vorstelle – bezüglich Daseinsvorsorge, medizinischer Betreuung, Kinderbetreuung, Dorfgemeinschaftshäusern, Spielplätzen und Jugendeinrichtungen. Passen die Angebote zum Bedarf? Auch die Frage nach dem Grün im Dorf und dem Klimaschutz sei wichtig. Ebenso sollen die demographische Entwicklung, das Bürgerschaftlichee Engagement, die bauliche Entwicklung, die Mobilität, das kulturelle Freizeitangebot, die technische Infrastruktur und die Arbeitsplätze in die Entwicklungsprozesse einbezogen werden.

In Kleingruppen wurden die Haunetaler dann aufgefordert, schon einmal Anregungen und Wünsche auf Papier zu bringen, die man dann in Ruhe auswerten möchte. Die 15 Ortsteile wurden zu vier Teilräumen zusammengefasst – die vier Teilräume sollen beim nächsten Treffen im Juni getrennt voneinander tagen.

Mit der Förderung kann es nächstes Jahr losgehen. Die Beratungsfirma und die Steuerungsgruppe hoffen auf aktive Teilnahme bei der Gestaltung und Weiterentwicklung „für eine lebens- und liebenswerte Marktgemeinde Haunetal“. bm

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