Natur vom Wasser aus erleben

Gäste aus Herne kommen wieder auf den Haunehof

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Kanu fahren, Natur erleben: Seit 30 Jahren kommt die Tierschutzjugend aus Herne zu einer Freizeit auf den Haunehof. Das komplette Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

16 Kinder und Jugendliche aus Herne und Umgebung haben auch dieses Jahr wieder einige Tage auf dem Haunehof verbracht. Frank Freisewinkel organisiert die Freizeit seit 30 Jahren.

Und der Vorsitzende der Herner Tierschutzjugend will dies auch für die kommenden Jahre beibehalten.

Freisewinkel und seine Kollegen im Betreuungsteam schildern, warum sie immer wieder an den gleichen Ort kommen. „Wir werden im Stadtjugendring darum beneidet, dass bei uns immer wieder die gleichen Jugendlichen so oft mitkommen, inzwischen sind sogar die dabei, die vor 30 Jahren als Kind mitgefahren sind und jetzt als Erwachsene mit ihren eigenen Kindern teilnehmen. Wir fühlen uns auf diesem Hof sehr wohl, fast schon wie zu Hause, es herrscht eine familienfreundliche Atmosphäre, wir können uns selbst versorgen, die Kinder schätzen den Kontakt zu den Tieren: Die Schafe dürfen gefüttert, Meerschweinchen auf den Arm genommen werden. Beim Nachbarn gibt es Ziegen, Hühner, Gänse, Pferde zu sehen. Außerdem schätzen wir das Kanufahren, wir sind jedes Mal auf der Fulda unterwegs und freuen uns sehr über dieses Naturerlebnis.“

Bienentränke gebastelt

Diesmal haben die Kinder viel Zeit auf der Wiese hinter dem Gästehaus verbracht und unter anderem eine Bienentränke gebastelt. Aus leeren Dosen entstanden Kerzenhalter und aus Tetrapacks wurden Vogelfutterboxen gebastelt. Upcycling nennt man das, wenn aus Müll oder anderen gebrauchten Materialien etwas Neues entsteht.

Frank Freisewinkel und sein Team schätzen außerdem die vielen attraktiven Möglichkeiten hier in der Gegend: Wanderung zur Burg Hauneck, Schwimmen in der Haune und im Ulmensee, das Wortreich in Bad Hersfeld, ein Besuch im Salzbergwerk, das Feuerwehrmuseum unddas Takatuka-Land in Fulda. „Vor allem können wir hier vor Ort einkaufen. Früher konnten wir noch frische Milch direkt vom Nachbarn in der Milchkanne holen. Leider gibt es diese Möglichkeit schon seit vielen Jahren nicht mehr.“

Tanja und Mark, die auch schon lange zum Team gehören, verraten schmunzelnd: „Wir haben uns hier vor 21 Jahren kennengelernt und sind bis heute ein Paar. Das verbindet uns auf ganz besondere Weise mit dem Haunehof. Außerdem schätzen wir alle die naturnahe Einrichtung und liebevolle Ausstattung.“

Auf die Frage, ob sie auch in den nächsten Jahren wieder kommen möchten, meint Frank Freisewinkel: „Solange ich gehen und reisen kann – und wenn ich einmal zu alt bin für die Jugendgruppe, komme ich eben mit Senioren hier her.“

Der Haunehof:

Der Haunehof wurde vor 35 Jahren von einer Gruppe erworben, deren Mitglieder längere Zeit in Großstädten verbracht hatten. Sie haben den Fachwerkhof restauriert und einige der Gebäude zum Ferienhof umgebaut. Inzwischen wird er von Alois Wörndl und Christa Grocholl-Wörndl allein bewirtschaftet. Gruppen ganz unterschiedlicher Art aus allen Regionen Deutschlands kommen auf den Hof, um hier Freizeit- oder Bildungstage zu verbringen.

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