Freiwillige des Heimat- und Verkehrsvereins engagieren sich mit Unterstützung der Gemeinde

Neue Wander- und Radwege  fürs Haunetal

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Wollen das Wanderwege- und Radwegnetz in Haunetal ausbauen und die Marktgemeinde auch für Touristen interessanter machen: Jürgen Will, Michael Quanz und Alois Wörndl (von links) vom Heimat- und Verkehrsverein. Bürgermeister Gerd Lang (Zweiter von links) unterstützt das Projekt. Im Hintergrund ist der Stoppelsberg zu sehen.

Haunetal. Das Gute liegt oft so nah: Das wissen auch Jürgen Will, Michael Quanz und Alois Wörndl vom Heimat- und Verkehrsverein Haunetal. Gemeinsam mit weiteren freiwilligen Helfern, der Unterstützung der Gemeinde und Geld aus dem Leader-Förderprogramm wollen sie das Haunetal freizeittechnisch und touristisch voranbringen.

Zusammengearbeitet haben die drei Haunetaler, die selbst passionierte Wanderer und Radfahrer sind, bereits im Festausschuss für die 750-Jahrfeier in Neukirchen, und schon damals war man sich einig, entsprechend „aufrüsten“ zu wollen. So entstand auch die Downhill-Strecke, die im August 2016 eingeweiht wurde.

Gemeinsam wurde schließlich nach finanziellen Fördermöglichkeiten für ein Wanderkonzept gesucht, denn allein mit Idealismus geht es nicht. So müssen beispielsweise Infotafeln und Wegweiser beschafft und installiert werden. Und nachdem eine mögliche Unterstützung durch das EU-Programm Leader, mit dem der ländliche Raum gefördert werden soll, in Aussicht gestellt worden war, musste es möglichst schnell möglichst konkret werden. Drei erste Maßnahmen haben Will, Quanz und Wörndl daraufhin ausgearbeitet und ihr Konzept vorgestellt: einen Haune-Panoramaweg, eine E-Bike-Rundstrecke „Haunehöhe“ und eine Kurzversion bestehender Rundwanderwege (siehe Hintergrund).

Ansprechen wollen die Initiatoren Haunetaler ebenso wie Gäste von außerhalb. Wichtig sei ihnen zudem, das Ganze nicht auf einen Ortsteil zu beschränken, sondern die ganze Gemeinde einzubeziehen. Auch ein Logo für das neue „Freizeit Erlebnis Haunetal“ gibt es schon. Die Marktgemeinde hat die Trägerschaft und Co-Finanzierung übernommen, 10 000 Euro sind laut Bürgermeister Gerd Lang im aktuellen Haushalt eingestellt. „Die Idee hat mir von Anfang an gefallen“, lobt Lang das Engagement. Auch in den Nachbarkommunen Hauneck und Bad Hersfeld seien die Pläne gut angekommen.

Rund 20 ehrenamtliche Mitstreiter haben sich nach einer ersten Infoveranstaltung im November bereits gefunden. „Das ist mehr, als wir gehofft hatten“, freut sich Michael Quanz. Eine weitere Veranstaltung soll es im kommenden Jahr geben. „Wir wollen die Bürger einbinden und nicht einfach drei Wege in die Landschaft kloppen“, betont Jürgen Will. Hilfe ist später unter anderem bei der Pflege notwendig. Dank einer guten Beschilderung sollen alle Wege ohne Karte gefunden werden. Ausführliche Streckenprofile werde es aber auch im Internet geben, versprechen die Vereinsmitglieder.

Wenn alles planmäßig läuft, sollen die Projekte sobald wie möglich umgesetzt werden. Aktuell warte man auf den Förderbescheid.

Weitere Ideen haben Will, Quanz und Wörndl längst: um die Jugend einzubeziehen, biete sich zum Beispiel Geocaching an, auch Themenwege wie ein Mühlenweg sind bereits in der Planung. 

Folgende Strecken rund um Haunetal haben die Planer bereits ausgearbeitet: 

• Zwischen Bad Hersfeld und Neukirchen soll ein Haune-Panoramaweg mit Einbindung der Bahnhaltepunkte ausgeschildert und beworben werden. Die etwa 20 Kilometer lange Strecke führt über Rotensee linksseitig an den Hängen des Haunetals entlang mit herrlichen Panoramablicken ins Haunetal. Für eine kürzere Etappe gibt es in Bodes die Möglichkeit, mit dem Bus nach Bad Hersfeld zurückzufahren. „Man braucht kein Auto und kann unterwegs einkehren“, betonen die Vertreter des Heimat- und Verkehrsvereins. 

• Ebenfalls geplant ist die E-Bike-Rundstrecke „Haunehöhen“, die auf 50 Kilometern über die Höhen zu beiden Seiten der Haune führt und durchaus sportliche Herausforderungen bereithalte. Kurze Abschnitte sind nicht asphaltiert. Es geht etwa von Unterhaun über den Johannesberg, Holzheim, Stärklos, Wehrda, Stoppel, Buchenau, Fischbach, Rotensee und Unterhaun oder natürlich auch ab Neukirchen. Von Bad Hersfeld und Hünfeld kann man über den Haunetal-Radweg zusteigen, von Eiterfeld über den Eitratal-Radweg. 

• Für die bereits bestehenden vier Haunetaler Rundwege – Kirchweg, Turmweg, Kuppenpfad und Burgpfad – mit 15 bis 20 Kilometern soll es jeweils eine Kurzversion von acht bis zwölf Kilometern geben. Zudem soll die Streckenführung optimiert werden. (red/nm)

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