Fahrzeuge werden vom Land gefördert

Bürgerbusse fahren bald auch in Haunetal, Friedewald und Hohenroda

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Symbolische Schlüsselübergabe: Axel Wintermeyer, Chef der hessischen Staatskanzlei (Mitte mit kariertem Anzug), überreichte den Bürgerbus für die Marktgemeinde Haunetal an Bürgermeister Gerd Lang (vorn links) und weitere Vertreter der Gemeinde.

Mehr als 100 Bürgerbusse rollen laut Hessischer Staatskanzlei inzwischen durch Hessen. Auch in Haunetal, Friedewald und Hohenroda sollen die Fahrzeuge bald eingesetzt werden.

Zehn neue Busse übergab der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer, kürzlich beim ersten Bürgerbus-Tag. Aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg profitierten gleich drei Gemeinden: Haunetal, Friedewald und Hohenroda. Bis die Fahrzeuge tatsächlich eingesetzt werden können, dauert es noch ein wenig, die konkreten Planungen laufen aber bereits.

„Die Menschen nehmen das Angebot der Landesregierung an und bieten mit den Fahrzeugen ein weiteres Verkehrsmittel an, das den ÖPNV vor Ort ergänzt“, so Staatsminister Axel Wintermeyer. Hinter jedem Bürgerbus stehe ein Team von durchschnittlich zehn Personen, die in ihrer Freizeit unterwegs sind. Die Projekte förderten somit auch das ehrenamtliche Engagement vor Ort. „Den zahlreichen Engagierten danke ich sehr für ihren außerordentlichen Einsatz“, betont Wintermeyer.

Bürgerbusse sollen in ländlichen Gebieten kleinere Orte mit einem Hauptort verbinden. Betrieben werden sie von Vereinen oder Kommunen. Am Steuer sitzen Ehrenamtliche. Das Land Hessen hat bislang mehr als 50 Fahrzeuge über die Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ gefördert. Alle weiteren Bürgerbusse werden von den Kommunen und Sponsoren getragen. Beim ersten hessischen Bürgerbus-Tag trafen sich nun mehr als 200 Fahrerinnen und Fahrer, um Erfahrungen auszutauschen, sich schulen zu lassen und sich kennenzulernen.

Die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ hatte den Tag möglich gemacht. „Letztlich stehen alle Initiativen vor ähnlichen Herausforderungen. Damit wollen wir die Freiwilligen nicht alleine lassen“, sagt Martin Gehl, Projektleiter bei der Stiftung.

Friedewald und Hohenroda haben sich gemeinsam beworben und wollen den Bus gemeinschaftlich nutzen. „Das Konzept steht“, berichtet Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll, die Details müssten nun allerdings noch ausgearbeitet werden. Geplant sei ein Linien- und Rufbussystem inklusive Kita-Linie und Einkaufslinie. So soll in Hohenroda zum Beispiel dreimal wöchentlich die Kita angesteuert werden, die Einkaufslinie soll aus verschiedenen Ortschaften in beiden Gemeinden nach Friedewald fahren. Der Termin für eine Infoveranstaltung soll noch bekannt gegeben werden.

In Haunetal will sich Bürgermeister Gerd Lang auch mal selbst ans Steuer setzen, weitere Fahrer und Fahrerinnen sind zu einem Infoabend am 13. November eingeladen (Text unten). In der Marktgemeinde steht das grobe Konzept ebenfalls, alle Details sind aber auch dort noch nicht geklärt, so wird zum Beispiel darüber nachgedacht, den Bus auch zu verleihen. In den kommenden Wochen stehen außerdem die Vermarktung der Werbeflächen und die Gründung eines Fördervereins an. (red/nm)

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