Etwa 50 interessierte Bürgen kamen ins Dorfgemeinschaftshaus

Windräder zwischen Bodes und Odensachsen: UKA informierte in Eitra

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Infos in Eitra: Bürgermeister Harald Preßmann, Halime Ural und Markus Hartmüller (beide UKA) standen Rede und Antwort.

Hauneck. Zwischen Bodes und Odensachsen in den Gemeinden Hauneck und Haunetal will die Firma UKA (Umweltgerechte Kraftanlagen) zwei neue Windräder errichten. Darüber informierte die Firma am Donnerstagabend auf Einladung der Gemeinde Hauneck und von Bürgermeister Harald Preßmann rund 50 interessierte Bürger im DGH in Eitra.

Was ist geplant?

Auf dem Eichenberg will die Firma im Windvorrangfeld 048 Hef zwei neue Windräder mit einer Nabenhöhe von 149 Metern, einem Rotordurchmesser von 136 Metern und einer Leistung von 3,45 Mega-Watt bauen. Der vorgeschriebene Abstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung werde eingehalten, die Vorgaben für Schall und Schattenwurf ebenfalls, versicherte Projektleiterin Halime Ural. Die Zuwegung soll ab der B27 über vorhandene, gut ausgebaute Feldwege erfolgen.

Wer ist die UKA?

UKA mit Hauptsitz in Meißen ist seit 1999 im Windkraftgeschäft und hat seither 333 Windkraftanlagen bundesweit gebaut und verfügt über viel Erfahrung. Die Firma versteht sich als „Anprechpartner von A bis Z für das Projekt“, wie Projektbetreuer Marcus Hartmüller erklärte. Die fertigen Anlagen wird die UKA mit großer Wahrscheinlichkeit weiterverkaufen.

Wo ist das Problem?

Bedingt durch vorhandene und geplante Anlagen auf den anschließenden Windvorrangflächen im Kreis Fulda sowie bereits gebaute Windräder sind Hauneck und Haunetal schon jetzt stark belastet. „Fulda wird noch mächtig aufrüsten, da konzentriert sich einiges“, sagte Bürgermeister Preßmann. Es sei ihm wichtig, die „Bürger mitzunehmen“ und frühzeitig zu infomieren. „Wir wollen alle weg von der Atomkraft, aber auch die Natur erhalten“, formulierte er das Dilemma. Die Gemeinde sei von den Plänen nicht begeistert, dennoch sah Preßmann wenig Chancen, das Projekt zu verhindern.

Ist das wirklich so?

Vermutlich schon, denn die UKA ist sich bereits mit den Besitzern der Ackerflächen, auf denen die Anlagen errichtet werden sollen, einig. Pachtverträge wurden geschlossen. Das stieß einigen Zuhörern sauer auf, weil einige an dem Projekt verdienen werden, während alle die Windräder sehen. Preßmann bemühte sich redlich, den Zorn einiger Besucher zu mildern, indem er fragte, ob jene, die jetzt Kritik üben, nicht auch selbst verpachtet hätten, wenn es ihre Flächen wären.

Wie geht es jetzt weiter?

Das Projekt muss natürlich noch alle vorgeschriebenen Genehmigungsverfahren durchlaufen. Die UKA zeigte sich zuversichtlich, dass das auch gelingen wird. Wenn es so wäre, könnte im 1. Quartal 2019 der Bau beginnen, die Inbetriebnahme wäre Ende 2019. Geprüft werden soll, ob auch andere Bürger der Gemeinde etwa über Genossenschaften oder günstige Strompreise von den Windrädern profitieren können. Außerdem gibt es natürlich die vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen, wie etwa Renaturierungen. Im Herbst soll es eine weitere Info-Veranstaltung geben, dann aber in Haunetal. Zudem arbeit die Firma an einer Visualisierung der Anlagen, die dann in der HZ veröffentlich werden soll (kai)

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